+
Schon seit Jahren steht die Hungenerin Laura Heßler auf der Bühne.

DSDS-Teilnehmerin im Interview

Hungener DSDS-Teilnehmerin bringt erste Solo-Single heraus

Seit Laura Heßler es im Winter bei "Deutschland sucht den Superstar" in den Recall schaffte, ist der Bekanntheitsgrad der Hungenerin deutlich gestiegen. Heute erscheint ihre erste Solo-Single. Ein Gespräch über die Nachwirkungen von DSDS und die Frage, warum sie jetzt Schlager singt.

Stellen Sie sich vor, Sie würden mit "Ewig vielleicht" vor der gleichen Jury stehen wie bei DSDS. Was glauben Sie, wie würden die Juroren reagieren?

Laura Heßler:Ich denke, die Reaktionen würde ähnlich ausfallen wie beim Casting zu DSDS. Xavier Naidoo wäre positiv gestimmt, genau wie Oana Nechiti. Pietro Lombardi könnte ich vermutlich auch hiermit nicht abholen. Ich mache einfach nicht seine Musik.

Und Dieter Bohlen?

Heßler:Er ist sehr schwer einzuschätzen. In einem Moment kann er sehr positiv gestimmt sein und begeistert reagieren und im nächsten könnte es ganz anders ausfallen. Aber wenn ich jetzt noch mal vor der Jury stehen würde, wäre ich so oder so eine andere Person als noch vor einem Jahr.

Sie sind jetzt eine andere Person, inwiefern?

Heßler:Beim Casting vor einem Jahr war ich unglaublich nervös, ich habe mich kaum wiedererkannt. Ich war einfach nicht gefestigt. Ich verliere mich normalerweise nicht so schnell. Aber in dem Moment war ich einfach völlig verunsichert und verkrampft. Heute wäre ich freier, und das würde sich auf die Bewertung auswirken.

DSDS-Teilnehmerin bringt erste Solo-Single heraus: In vielen Genres zu Hause

Mit Ihrer Band "Ace of Hearts" stehen Sie seit Jahren auf der Bühne, Sie covern häufig Rocksongs und spielen härtere Musik. Ihre erste Single ist nun eine Schlager-CD. Hand aufs Herz, wie passt das denn?

Heßler:Die Ace of Hearts decken alle Genres ab. Wir sind zwar sehr rockig und poppig, haben aber auch Schlager, Partylieder und Metal im Angebot. Aber der Schlager kommt für mich nicht von ungefähr.

Warum?

Heßler:Meine Mutter war selbst Schlagersängerin. Ich bin also mit der Musikrichtung aufgewachsen. Ich hatte mich privat bisher nicht so sehr auf den Schlag eingelassen. Als Kind möchte man nicht unbedingt das machen, was die Eltern machen. Das ist der jugendliche Trotz. Deshalb hat es ein bisschen gedauert, auch wenn ich es insgeheim gar nicht schlecht fand. Irgendwann fragt man sich, was zu einem passt, und an diesem Punkt kann man auch mal den Mut fassen und sich eingestehen, dass etwas doch nicht so verkehrt ist.

Aber mit Verlaub, Schlager hat für manche immer noch ein recht verstaubtes Image.

Heßler:Finde ich nicht. Mittlerweile ist der Schlager nicht mehr das, was er früher einmal war, also dieser sehr traditionelle Schlager. Er ist sehr modern geworden und arbeitet mehr mit Beats. Er hat sich zunehmend dem deutschen Pop angenähert.

Wie ist es denn prinzipiell als Musikerin, solche Genresprünge zu machen?

Heßler:Der Wechsel ist gar nicht so schwer. Durch das Auftreten mit der Showband habe ich viel Erfahrung sammeln können. In einem Moment kann ich Schlager und im nächsten einen Rock-Song singen. Da singt man auch mal was, was man nicht so gerne singt, aber das muss man runterschlucken. Die Leute vor der Bühne wollen unterhalten werden, und um die geht es. Denen will man das Beste bieten, das eigene Ego ist völlig fehl am Platz.

DSDS-Teilnehmerin bringt erste Solo-Single heraus: Zufall half

Wäre diese Single auch ohne Ihren Auftritt bei DSDS zustande gekommen?

Heßler:Das kann man so nicht sagen. Im Grunde spielte diesmal auch Zufall eine Rolle, wie so häufig im Leben. Ich habe eine Bekannte von DSDS in ihr Studio gefahren und schon saß ich mit dem Produzenten in einem Raum. Er fragte mich, ob ich auch Musik mache. Wir tauschten Telefonnummern aus und blieben in Kontakt. Irgendwann legte er mir einen Songtext vor und fragte, ob ich nicht Lust hätte, diesen einmal vorzusingen. Es hat ihm gefallen, und so kam es zu der Zusammenarbeit. Es war nicht geplant, ich habe nicht danach gesucht. Ich bin da in ein glückliches Projekt hineingerutscht.

Ihr Song heißt "Ewig vielleicht", das ist fast schon ein kryptischer Titel. Was hat es damit auf sich?

Heßler:Zum Text muss man sagen, dass er von meinem Produzenten geschrieben wurde. Ich hätte Mitspracherecht haben können, aber habe den Text so angenommen, auch dadurch, dass das Projekt sehr spontan war.

Und worum geht es nun genau in dem Song?

Heßler:Um dieses ewige Hingehalten werden in Beziehungen. Jeder von uns hat schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht - im Liebesleben oder im Job. Mein Songtext behandelt zwar die Liebe, aber ich beziehe den Text auch auf viele andere Bereiche. Man investiert Zeit und Arbeit in Projekte, kriegt aber nicht viel zurück, und am Ende steht man alleine da und es bleibt bei einem ewigen Vielleicht.

Was kommt nach der Single, ein eigenes Album?

Heßler:So weit denke ich noch nicht. Ziel ist es erst einmal, die Leute mit der Single zu begeistern. Das hat oberste Priorität. Ende August wird das Video zur Single erscheinen. Falls der Song nicht den Erfolg haben sollte, den man sich wünscht, ist das auch okay. Für mich geht es darum, mich weiterzuentwickeln.

Das heißt, es wird definitiv neue Projekte geben?

Heßler:Ja, es sind bereits welche in Planung. Mehr verrate ich noch nicht. Nur so viel: Es gibt auf jeden Fall noch mehr Musik.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Gießener DSDS-Star: Schauspiel-Revue mit Patrick Keil

Der Kleinlindener Musiker Patrick Keil geht 2022 mit DSDS-Stars auf Musical-Tournee. Worum wird es bei der Revue gehen?

Stadtfest Gießen 2019: Programm und Datum

Das Stadtfest Gießen 2019 steht vor der Tür. Nun ist das Programm bekannt. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare