17 öffentliche und private Flächen machen bei der Blühwiesenaktion in Hungen den Anfang. FOTO: PM
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17 öffentliche und private Flächen machen bei der Blühwiesenaktion in Hungen den Anfang. FOTO: PM

"Hungen wird bunt"

  • vonred Redaktion
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Hungen(pm). Der Aufruf, Hungen erblühen zu lassen, ist auf großes Interesse gestoßen. Kindergärten, Vereine und Privatpersonen haben Flächenvorschläge eingereicht, wollen selbst eine Blumenwiese auf privatem Grund anlegen oder die Patenschaft für eine öffentliche Fläche übernehmen. "Damit kann jeder einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement für unsere Natur", sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch zu dem im vergangenen Jahr gestarteten Aufruf.

Blühstreifen mit Wildkräutern und Wildblumen sind nicht nur ein bunter Blickfang und verschönern das Ortsbild, sondern dienen auch Insekten als Nahrungsquelle und Lebensraum. Wiesen, die vor dem Winter nicht gemäht werden, dienen darüber hinaus auch noch als Winterquartier.

Für die Aktion wird regionales Saatgut verwendet, teilte der Rathauschef mit. Das heißt, es wurde nicht genetisch verändert und kommt auch ursprünglich in unserer Region vor. Im Vordergrund steht dabei nicht eine möglichst große Farbenpracht, sondern die Erhaltung der gewachsenen genetischen Vielfalt der heimischen Arten. Die naturnahe Begrünung mit gebietseigenen Wildarten ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

Aus den eingereichten Flächenvorschlägen wurde zunächst eine Auswahl getroffen, denn nicht alle Flächen sind zur Anlage einer Blumenwiese oder eines Blühstreifens geeignet. Bei der Flächenbegutachtung und -auswahl wurde die Stadt von Stephan Kannwischer vom Naturschutzbund (NABU) Horlofftal fachlich unterstützt.

Teilweise besitzen Grünflächen bereits einen hohen ökologischen Wert, sodass eine Bearbeitung und Einsaat aus naturschutzfachlicher Sicht nicht notwendig ist.

Vorgeschlagene Flächen, die eventuell in diese Kategorie fallen, werden zunächst einmal beobachtet, um einschätzen zu können, was dort im Jahresverlauf wächst.

Für die Einsaat in diesem Frühjahr wurden zunächst einmal Flächen ausgewählt, die sich im Notfall auch künstlich bewässern lassen und für die sich Paten gemeldet haben. Diese 17 öffentlichen und privaten Flächen dienen auch dazu, zu testen, ob das Saatgut für die Hungener Böden geeignet ist und wie sich die Pflege der Flächen gestaltet. Je nach Witterungsbedingungen und gemachten Erfahrungen würden im Herbst dieses Jahres weitere Flächen eingesät, kündigt die Stadt an.

Eine Karte, die die öffentlichen Blühflächen zeigt, ist im Internet einsehbar unter: https://www.hungen.de/engagement/hungen-wird-bunt.html.

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