Pro Hungen nimmt Kurs aufs Stadtparlament

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Hungen(pm). Rund zehn Monate nach seiner Gründung hat der Verein Pro Hungen in einer Mitgliederversammlung die "Bürgerliste Pro Hungen" formal aufgestellt und Kandidaten für die bevorstehende Kommunalwahl gewählt.

Vorsitzender Fabian Kraft wies eingangs darauf hin, dass die anhaltende Corona-Pandemie auch einen Lackmus-Test für die Demokratie darstelle. Eingeschränkte Versammlungsmöglichkeiten hätten die Pläne von Pro Hungen zunichte gemacht, ab April in allen Ortsteilen Versammlungen abzuhalten, über politische Ziele zu informieren, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und flächendeckend Mitstreiter zu gewinnen. Auch klassische Hausbesuche oder Informationsstände konnte und kann es nicht in der Form geben, wie sie insbesondere für eine neue Wählergruppe notwendig wären.

Insofern sei es als Erfolg zu werten, dass man bereits über 60 Vereinsmitglieder gewonnen habe und nun eigene Wahlvorschläge für mehrere Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung unterbreiten könne. Erfreulich sei auch der Frauenanteil von knapp 44 Prozent. Zudem bildeten die Kandidaten in Hinblick auf Alter und Beruf einen breiten Querschnitt der Hungener Bevölkerung ab. Alteingesessene Hungener seien ebenso vertreten wie neu Zugezogene.

Der Wahlvorschlag der "Bürgerliste Pro Hungen" für die Stadtverordnetenversammlung umfasst 16 Namen. Auf den Plätzen 1 bis 4 kandidieren die Vorstandsmitglieder Fabian Kraft, Hans-Jürgen Wiesler, Birgit Kraft und Jürgen Flieth. Es folgen die bereits in der Bürgerinitiative aktive Elke Kleinert, Ehrenstadtrat Bernd Crispens, Reinhard Hauer, Carmen Fröhlich-Jockel und Karl-Heinz Blei. Auf den Plätzen 10 bis 16 kandidieren Uwe Geyer, Anika Denninger, Werner Klös, Melanie Rathkamp, Melanie Geyer, Susanne Lockwood und Björn Pfarrer.

Als "Bürgerliste Pro Hungen" treten die Kandidaten an, "um sich für mehr Bürgernähe, Transparenz und Sachpolitik einzusetzen und ergebnisoffene Diskussionen im politischen Entscheidungsprozess zu fördern", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Man freue sich auf einen sachlichen und themenbestimmten Wahlkampf.

Versammlung am 2. Januar

Für die Aufstellung weiterer Wahlvorschläge für die Ortsbeiratswahlen wurde zudem eine zweite Versammlung am 2. Januar anberaumt. Interessierte Bürger vor allem aus Bellersheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Steinheim, Trais-Horloff sowie Utphe können sich daher noch bis zum 31. Dezember melden, um sich der Bürgerliste anzuschließen.

In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass die Bürgerliste bis zum 4. Januar die notwendige Anzahl an Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Hungener Bürgerinnen und Bürger beim Wahlamt einreichen muss, jeweils getrennt für jeden Ortsbeirat und die Stadtverordnetenversammlung.

Die Formulare können selbst ausgedruckt und bei den Kandidaten oder beim Vorstand abgegeben werden. Ein Download ist möglich unter www.pro-hungen.de.

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