So sah es vor gut einer Woche in Hungen aus: Der Riedgraben lief im Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff an vielen Stellen über den Damm. Die Situation bessert sich nur langsam.
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So sah es vor gut einer Woche in Hungen aus: Der Riedgraben lief im Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff an vielen Stellen über den Damm. Die Situation bessert sich nur langsam.

Seegebiet Inheidener/Trais-Horloff

Hochwasser in Hungen: Nur langsam Entlastung am See – THW im Einsatz

  • vonChristina Jung
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Die Lage in Hungen (Kreis Gießen) bleibt angespannt. Das Technische Hilfswerk (THW) hilft mit Pumpen im Kampf gegen das Hochwasser.

Hungen (ti). Nach dem Hochwasser im Seegebiet Inheidener/Trais-Horloff vor einer guten Woche ist seit Sonntagabend das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz, um in der nach wie vor angespannten Situation für Entlastung zu sorgen.

Zwar ist der Pegelstand der Horloff auf rund einen Meter gesunken und von ihr sowie von anderen Flüssen im Auengebiet geht derzeit keine Gefahr aus, sagt Bürgermeister Rainer Wengorsch auf GAZ-Anfrage. Doch der Grundwasserspiegel sei aufgrund der starken Niederschläge gestiegen und damit auch der See. Der verfüge zwar über einen Auslauf. Doch der mündet in den Riedgraben, der momentan zu viel Wasser führt, um das aus dem See aufzunehmen.

Seegebiet Inheidener/Trais-Horloff bei Hungen: Fünf Pumpen laufen rund um die Uhr

Dieses Flüsschen nun steht seit Sonntagabend im Fokus des THW. Fünf Pumpen laufen rund um die Uhr, um Wasser abzuleiten, 30 000 Liter schaffen sie pro Minute, sagt Wengorsch. Geführt wird das Wasser über Schläuche in die Salzwiesen der Horloffaue, das sogenannte Mairied. Dabei handelt es sich um natürliche Retensionsräume, die sehr zurückhaltend bewirtschaftet werden, so Wengorsch.

Es sei bereits gelungen, den Wasserstand im Riedgraben um 20 Zentimeter abzusenken. »Wir brauchen aber noch mal so viel, damit der See abfließen kann und der Spiegel wieder sinkt«, so der Bürgermeister. Mindestens bis Mittwoch oder Donnerstag sollen die Pumpen deshalb weiterlaufen. Die Entscheidung, das THW einzubeziehen, war am Sonntagnachmittag gefallen. Ziel ist es, die Häuser am südöstlichen Rand des Sees zu entlasten, damit dort - mit Blick auf den anhaltenden Frost - nicht noch höhere Sachschäden entstehen.

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