Für bessere Erreichbarkeit

AG Horlofftalbahn legt Gestaltungsvorschlag vor

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Hungen/Wölfersheim (pm). Die grundlegenden Beschlüsse zur Reaktivierung des 2003 stillgelegten Teilstückes der Horlofftalbahn zwischen Wölfersheim und Hungen sind gefasst. Nun stehen wichtige Planungen an. Dazu meldet sich die Arbeitsgemeinschaft Horlofftalbahn mit einem Vorschlag zur Neugestaltung des Bahnhofs Berstadt-Wohnbach zu Wort.

In Zukunft wird er eine wichtige Rolle als Kreuzungsbahnhof spielen. Bereits 2015 hatte die AG einen Drei-Stufen-Plan zur Reaktivierung der Bahnstrecke in Hungen und Berstadt vorgestellt und versucht, die Öffentlichkeit von der Machbarkeit zu überzeugen. Ein darin enthaltener Plan zum Umbau des Bahnhofs Beienheim sei vom RMV schließlich übernommen worden, berichtet AG-Sprecher Stephan Kannwischer. Der Umbau soll das Umsteigen in Beienheim überflüssig machen.

Anschluss innerhalb kurzer Zeit

Auf der eingleisigen Horlofftalbahn ist es notwendig, sogenannte Begegnungsstellen für die Züge einzurichten. Aufgrund des angestrebten Fahrplans soll deshalb Berstadt-Wohnbach zum Kreuzungsbahnhof mit zwei Gleisen werden. Davon ausgehend hat die AG nun einen Planvorschlag vorgelegt. In ihm würden sowohl die Belange Berstadts als auch - durch eine optimierte Bus-Schiene-Verknüpfung - die von Wohnbach und den südlichen Hungener Stadtteilen besser berücksichtigt. Nach dem Vorschlag erreicht zuerst der aus Bellersheim, Obbornhofen und Wohnbach kommende Bus den Bahnhof. Auch aus Richtung Trais-Horloff, Utphe und Berstadt wäre ein Bus möglich. Danach kommen aus beiden Richtungen die Züge und nehmen die Fahrgäste von den Bussen sowie die übrigen Reisenden auf. Umgekehrt können die Zuggäste sofort in die bereitstehenden Busse umsteigen. Der große Vorteil laut der AG: Innerhalb weniger Minuten haben alle Fahrgäste Anschlüsse in alle Richtungen.

Für dieses Fahrplankonzept seien kurze Umsteigewege notwendig. Das alte Bahnhofsgebäude Berstadt-Wohnbach, das sich in Privatbesitz befinde, liege südlich der Landesstraße L 3136 gegenüber dem Areal einer Firma für Bauschutt-Recycling. Auf Höhe des alten Bahnhofs sei der Raum für eine zweigleisige Anlage sehr beengt, die Umsteigewege von und zu den Bussen seien lang. Deutlich günstiger wäre nach Ansicht der AG daher, wenn der neue Bahnhof auf der Nordseite der Landesstraße entsteht.

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