»Hometown Stories« im Pferdestall

  • Nastasja Akchour-Becker
    VonNastasja Akchour-Becker
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Hungen (nab). Andreas Wagner setzt auf Motive aus Hungen und auf Emotionen: Das lässt seine Ausstellung erkennen, die seit Samstag im Pferdestall des Hungener Schlosses zu sehen ist. Dabei hat der Graffiti-Künstler schon vieles ausprobiert. Angefangen hat es Anfang der Neunzigerjahre mit Tags, also den Namenskürzeln, die Sprayer als Signaturen auf Wänden hinterlassen.

»1995 habe ich mein erstes Farbbild gemalt, 1998 das erste Bild gesprüht«, berichtet Wagner anlässlich der Vernissage.

Zeitreise und mehr

Unter dem Namen Dust fertigt Wagner seit dem Jahr 2000 seine Werke an. Zudem gehören Aufträge und eigene Projekte zu seinem Repertoire. Sehen kann man seine Arbeiten etwa am Bahnübergang am Hungener Bahnhof, wo er das Hungener Schloss gesprüht hat, oder in Bad Nauheim.

Heute setzt Wagner auch gerne Motive auf Leinwand um, die den Betrachter emotional ansprechen. So erzählt »The Mountain between us« von der Anfangszeit mit seiner Ehefrau, als das Paar zunächst räumlich getrennt war, und »Ich atme für dich« von schweren Zeiten im Leben. Ganz gleich ob mit Sprühdose, Acrylfarbe oder in Mischtechnik: Besucher der Ausstellung bekommen weit mehr geboten als eine kleine Zeitreise.

Als kleine Anspielung auf seinen Herkunftsort ist der Ausstellungstitel »Hometown Stories« durchgestrichen. Auch wenn Wagner schon seit fast 30 Jahren in Hungen lebt, und diese Stadt sozusagen sein Hometown, also seine Heimatstadt ist - dort ging er auch zur Schule - kommt er ursprünglich aus Ober-Ursel.

Geöffnet ist die Ausstellung bis Sonntag, 17. Oktober, an den Wochenenden jeweils von 15 bis 18 Uhr.

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