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Herbert Engel

Herbert Engel erhält Hungener Ehrenplakette

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Hungen(con). Seit über 40 Jahren setzt sich Herbert Engel ehrenamtlich für die Stadt Hungen ein - dafür erhielt er nun in der Stadtverordnetenversammlung die Ehrenplakette der Stadt verliehen. "Es ist mir eine Freude, dich, Herbert, heute hier auszuzeichnen", begann Bürgermeister Rainer Wengorsch seine Laudatio auf den Geehrten. Gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Karl-Ludwig Büttel überreichte er die Ehrenplakette.

In vier Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements hat Engel viel bewegt: 1972 wurde er Stadtverordneter, war später Vorsitzender des Sozial- und Kulturausschusses und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Später übernahm er einen Stadtratsposten. Ab 2006 bekleidete er das Amt des ersten Stadtrats. Dabei engagierte er sich stets für die Stadt und war unter anderem daran beteiligt, dass nach der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl 1986 keine radioaktiv verseuchte Molke in Hungen verarbeitet wurde. "Ohne dein mitwirken wären wir heute um vieles ärmer - sowohl materiell wie immateriell", meinte Wengorsch.

Nicht nur in der Kommunalpolitik war Engel immer dabei: Er gehört zu den Gründungsvätern der Städtepartnerschaft zwischen Hungen und Saint-Bonnet-de-Mure in Frankreich. Zudem ist er Mitbegründer der Limesfreunde. Auch wenn er mittlerweile ein Alter von 80 Jahren erreicht hat, ist er immer noch als Stadtführer in Hungen bekannt. "Lieber Herbert Engel - du bist ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement, dem hoffentlich viele Menschen nacheifern werden", sagte Wengorsch abschließend.

Engel freute sich über die Ehrung: "Dankbarkeit ist sehr wichtig: Man darf nicht immer nur einfordern, sondern muss auch selbst seinen Beitrag zum sozialen Miteinander beitragen", erklärte er. Allerdings nutzte er die Gelegenheit auch, um Bedenken loszuwerden: "Sorge bereitet mir aber, dass die Menschen heute immer weniger Dankbarkeit zeigen und stattdessen der Hass zunimmt - das berührt uns immer mehr und wir alle müssen dem entgegenwirken." Um diese Worte zu unterstreichen, überreichte er eine Spende an die Hungener Tafel. FOTO: CON

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