Grüne werten Kritik als »abenteuerlich«

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Hungen (pm). Stellung bezieht der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen in Hungen auf einen Beitrag von Ralf Naujoks aus Laubach (»Sind die Grünen noch grün?«, GAZ vom 6.2.). Stadtverbandsprecher Alexander S. Kargoscha stellt fest, dass die Grünen sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene den Ausbau der A 49 immer bekämpft haben. Auch die Grünen in Hungen betrachteten dieses Projekt als Fortführung überholter Politik des letzten Jahrhunderts ohne Rücksicht auf die Anforderungen und Möglichkeiten des neuen Jahrtausends.

Gerade in den betroffenen Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf hätten die Grünen an ihrer Ablehnung dieses Projektes niemals Zweifel gelassen. Verantwortlich für diesen »unsinnigen Bau zulasten der Natur« sei und bleibe die Regierung in Berlin, aber sicher nicht der Ortsverband der Grünen in Hungen. Eine solche Verknüpfung sei »abenteuerlich«.

Ein Gewerbegebiet Hungen Süd sei von den Grünen nie gefordert worden. Doch wenn schon ein Gewerbegebiet aufgestellt werden solle, müsse es so flächen- und ressourcenschonend wie möglich entwickelt werden, so Kargoscha. Dass dies grundsätzlich möglich ist, beweise die Konzeption des interkommunalen Gewerbegebiets Oberhessen in Nidda-Harb, an dem sich zusammen mit Hungen bis zu neun Gemeinden aus dem Vogelsberg und der Wetterau beteiligen möchten. Hier solle ein Gebiet mit einem Campus-Charakter entstehen. Für die Grünen sei das Thema Gewerbeentwicklung sicher eine Gratwanderung. Nur müssten sich die Grünen dieser Herausforderung konstruktiv stellen, auch wenn eine Totalverweigerung einfacher wäre.

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