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Große Eier, kleine Eier

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Nester und Eier spielen dieser Tage nicht nur für den Osterhasen eine große Rolle. Auch in der Vogelwelt gibt es vieles über sie zu berichten. Der Nabu Nonnenroth hat darum eine Übersicht über die Größen- und Gewichtsrekorde bei Vogelnestern und über das bunte Farbenspiel der Eier heimischer Brutvögel zusammengestellt.

Das schwerste Nest bauen die Störche. Es kann laut Nabu über eine Tonne schwer werden. Früher entstanden diese in Bäumen, doch schon seit langer Zeit sind Kamine und mittlerweile auch Storchenmasten beliebter Bauplatz.

Gar kein Nest baut der Turmfalke. Er legt seine Eier auf den Boden von Felsnischen, aber auch in Gebäudenischen. Als Nachmieter nutzt er auch alte Krähennester oder nimmt spezielle Nistkästen an.

Das schmalste Nest errichten die Wald- und Gartenbaumläufer. Sie siedeln hinter abgelöster Rinde oder in sonstigen schmalen Spalten an alten Bäumen. Entsprechend wenig Bewegungsfreiheit bleibt dort zur Jungenaufzucht. Viele Baumläufernester haben einen Außendurchmesser von nur fünf mal neun Zentimetern.

Röhren von bis zu zwei Meter Länge und einem Durchmesser von rund 4,5 Zentimetern graben Bienenfresser in Hänge und Wände von Steilufern oder Sandgruben. Das am besten getarnte Nest legt der Flussregenpfeifer an. In einer flachen Mulde auf einer Schotterbank werden die Eier platziert und gehen so in der Vielzahl der Steine optisch unter.

Wer das größte Ei legt, ist schwer zu beantworten. Mit 11,5 Zentimetern ist es wohl der Höckerschwan. Allerdings könnte eine Meise da nie mithalten, da sie selbst viel kleiner ist. Im Verhältnis zur Körpergröße legt der kleine Zaunkönig jedoch die größten Eier, die rund 14 Prozent seiner Körpergröße ausmachen. Das kleinste Ei mit 13 Millimetern Länge wird vom Wintergoldhähnchen gelegt. Es wiegt weniger als ein Gramm, ist weiß und von gelblich-braunen Flecken übersäht. Jedoch sind nicht alle Vogeleier bunt. Ganze Vogelfamilien, wie die höhlenbrütenden Spechte oder Eulen legen beispielsweise weiße Eier. Diese wirken aber gegen ein Goldammerei mit braunen Kritzeln und Flecken fast schon langweilig.

Der Kuckuck passt sich übrigens den Nestern an, in die er seine Eier legt. Jedes Weibchen ist auf eine Vogelart spezialisiert und legt Eier, die denen der zukünftigen Zieheltern sehr ähneln.

Mit soviel Eierwissen kann man nun bei der Eiersuche am Wochenende angeben. Oder bei allen anderen österlichen Veranstaltungen, die an diesem Wochenende auf dem Programm stehen. Nur rumeiern sollte man dabei nicht zu lange. pm

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