Gewerbetreibende in Sorge

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Hungen(pm). Enttäuschung herrscht unter den Hungener Gewerbetreibenden. Offenbar werde in der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die von Bürgermeister Wengorsch Rainer vorgeschlagene Gewerbesteuer und Grundsteuererhöhung beschlossen, "wenn auch - auf Antrag der CDU - vielleicht nur für ein Jahr", heißt es in einer von Gewerbevereinsvorsitzendem Carsten Butteron verbreiteten Mitteilung.

In den ersten Januartagen habe sich der Gewerbevereinsvorstand schriftlich an alle Entscheidungsträger der Stadt gewandt, mit der Bitte, die geplante Steuererhöhung moderat zu halten, weil neben Wettbewerbsnachteilen für Hungen auch Attraktivitätsverluste zu befürchten seien.

Die Verwunderung sei groß, dass keinerlei Stellungnahme erfolgte (Butteron: "null Resonanz"). Von mangelnder Wertschätzung und Ignoranz ist in der Pressemitteilung die Rede. Auch der Bürgermeister sei "auf Tauchstation" gegangen, obwohl er kraft Satzung selbst Vorstandsmitglied des Gewerbevereins sei. Selbst auf dem "kleinen Dienstweg" seien keinerlei Versuche unternommen worden, die Interessen des Gewerbes zu berücksichtigen. Es herrsche Stillschweigen, als hätte es den Aufruf des Gewerbevereins nie gegeben. Dies bedauerten die Hungener Handwerker, Händler, Dienstleister und Gastronomen, und sie fragten sich, wie ernst man ihre Sorgen nehme und welchen Stellenwert das Hungener Gewerbe eigentlich bei der Stadt habe.

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