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Gewachsen – und wachsend

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Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wurde in St.-Bonnet-de-Mure mit einem Festakt das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Hungen und St. Bonnet gefeiert. Bereits am 9. Juli hatten Mitglieder der beiden Radfahrvereine damit begonnen, in vier Etappen die 800 Kilometer lange Strecke von Hungen nach St. Bonnet zurückzulegen. Am 11. Juli fuhren nun 41 Personen mit einem Reisebus in die Partnerstadt. Weitere folgten mit privaten Pkw. Am Sonntagvormittag fuhren dier Hungener wieder nach Hause zurück.

Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wurde in St.-Bonnet-de-Mure mit einem Festakt das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Hungen und St. Bonnet gefeiert. Bereits am 9. Juli hatten Mitglieder der beiden Radfahrvereine damit begonnen, in vier Etappen die 800 Kilometer lange Strecke von Hungen nach St. Bonnet zurückzulegen. Am 11. Juli fuhren nun 41 Personen mit einem Reisebus in die Partnerstadt. Weitere folgten mit privaten Pkw. Am Sonntagvormittag fuhren dier Hungener wieder nach Hause zurück.

Die Heimkehrer waren begeistert über die außergewöhnliche Gastfreundschaft, das vielseitige Programm sowie die Empathie und Freundschaft, die ihnen überall entgegengebracht wurde. Eindrucksvoll in Erinnerung haben sie das gemeinsame Singen der Europahymne »Freude schöner Götterfunke«, zunächst auf Französisch, dann auf Deutsch und am Ende gemeinsam. Danach sang der Chor des Hungener Partnerschaftsvereins »Wege zur Freundschaft« sowie das Loreleylied »Ich weiß nicht, was soll es bedeuten« auf Französisch und Deutsch.

Als Zeichen ihrer gewachsenen und wachsenden Freundschaft pflanzten die beiden Bürgermeister Jean-Pierre Jourdain und Rainer Wengorsch einen Baum – ein Geschenk der Stadt Hungen.

Der Tag war geprägt von vielen kleineren und größeren Ereignissen wie der Übergabe der Geschenke, dem Umtrunk und Mittagessen in der Sporthalle, dem Quiz zur Partnerschaft und dem deutsch-französischen Theaterstück mit Redewendungen in beiden Sprachen, das wegen der beiden charmanten und versierten Schauspielerinnen sowie der Darstellung von Alltagssituationen unver-gesslich bleiben wird.

»Die Freundschaft zwischen Hungen und Saint Bonnet ist alt und tief«, sagte Bürgermeister Jourdain beim Festakt. »Sie hat gute Aussichten für die Zukunft.« Der Wunsch nach gegenseitigem Austausch habe die sprachlichen und kulturellen Hindernisse überwunden, und es habe sich im Laufe der Jahre eine starke und brüderliche Beziehung entwickelt. Die Städtepartnerschaft sei auch ein Weg, die Europäische Union auf lokaler Ebene konkret zu erweitern. Das sei eine ehrgeizige Herausforderung angesichts der Turbulenzen, die Europa erschütterten und schwächten.

Wengorsch lobte das Engagement der »treibenden Kräfte« der Städtepartnerschaft, unter anderem Georg Müller und den Spielmannszug der Feuerwehr, Gabriel Dubois, den damaligen Bürgermeister Dr. Jacques Bandet sowie den ehemaligen Hungener Bürgermeister Wilfried Schmied. »Was aber unsere Städtepartnerschaft am Leben hält, sind die Menschen, die Familien in St. Bonnet und Hungen, die mit Hingabe und Einsatz von Anfang an unserer deutsch-französischen Freundschaft Leben, Geist und Seele verliehen haben.«

Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Dieter Hausotter, erinnerte an den Élysée-Vertrag von 1963, in dem Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die deutsch-französische Freundschaft besiegelt hatten, die für die weitere Entwicklung Europas gerade in den vergangenen Jahren noch wichtiger geworden sei. (Foto: pm)

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