Familienangehörige, Freunde & NABU-Vertreter an der Karl-Reinhard-Gedenkeiche im "Irrbühl". FOTO: PM
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Familienangehörige, Freunde & NABU-Vertreter an der Karl-Reinhard-Gedenkeiche im "Irrbühl". FOTO: PM

Gedenken im "Irrbühl"

  • vonred Redaktion
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Hungen(pm). 2020 ist ein Karl-Reinhard-Jahr: Neben seinem 125. Geburtstag und dem 90. Erscheinungsjahr des Heimatromans "Sohn des Irrbühls" wurde seiner auch zum 40. Todestag an der zu seinen Ehren gepflanzten Gedenkeiche im Waldrevier "Irrbühl" gedacht.

Neben Vertretern des veranstaltenden Naturschutzbundes (NABU) Horlofftal waren auch Stadtführer Herbert Engel und Angehörige des Malers und Dichters aus den Familien Leib und Schaufler anwesend. Die mit Karl Reinhard noch zu Lebzeiten eng verbundenen Verwandten, begrüßten in Person von Otto Schaufler das würdige Gedenken an die vielfältigen künstlerischen Spuren, die Reinhard als Ausdruck der Liebe zu seiner Heimat der Nachwelt hinterlassen hat.

Gut gehütetes Skizzenbuch

Hierbei gehe es nicht um ein ikonisch-sakrales Erhöhen eines Verstorbenen, sondern um die Würdigung der Botschaften, die er mit seinem Werk gesetzt hat: Als Friedensmahner, Heimatbotschafter, Naturfreund und Kreativgeist würde er vermutlich heute noch dieselben Dinge thematisieren, die ihn schon als Jugendlichen bis zum hin zum Greis bewegt haben. Die Welt sei seitdem nicht besser geworden.

Gerade der überwiegend sorglose und teilweise verschwenderische Umgang mit den kostbaren Naturgütern seiner Heimat und darüber hinaus, würde ihn heute mehr denn je umtreiben. Er würde die "Mächtigen" an ihre Verantwortung für den Lebensraum des Menschen und seiner Mitgeschöpfe erinnern.

Herbert Engel, der sich in den vergangenen Jahren um das Werk von Karl Reinhardt verdient gemacht hat, gab einen kurzen Überblick über das umfangreiche Wirken des Schriftstellers und vor allem des Malers, dessen bei Familie Leib gehütetes Skizzenbuch noch heute wahre Schätze offenbare. Brigitte Hofmann-Schmidt (NABU) las ein Kapitel aus dem "Sohn des Irrbühls", und Inge Emmmerich gab als lustigen Gegensatz das Gedicht "Der Klapperstorch" zum Besten.

Anekdoten aus Reinhardts reichem Lebens- und Erfahrungsschatz zeigten auf, welch lebenslustige und umtriebige Persönlichkeit der Künstler war und wie wichtig das Wachhalten seines Werkes mit den darin "verpackten" Botschaften ist, sagte Stephan Kannwischer (NABU).

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