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Spendenübergabe fürs Dorfjubiläum und die Projektgruppe "Jüdisches Leben"

Finanzspritze für 1250-Jahr-Feier

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Hungen (nab). Doppelte Freude in Bellersheim: Die Stiftung der Sparkasse Laubach-Hungen übergab nun einen Spendencheck in Höhe von 1000 Euro an den Festausschuss, der die Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Bestehen von Bellersheim organisiert. Und auch die Projektgruppe "Jüdisches Leben in Bellersheim", die sich seit einem Dreivierteljahr auf Spurensuche der Schicksale der jüdische Familien Kuttner, Löb und Wetterhahn begibt (die Gießener Allgemeine berichtete), kann sich über eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro freuen.

"Angesichts der Geschehens in der EU und weltweit ist es wichtig, dass man sich an die Ereignisse erinnert", sagte Birgit Hartmann, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Laubach-Hungen, bei der Übergabe. Bürgermeister Rainer Wengorsch zollte Respekt und Anerkennung für die Arbeit, mittels derer das Gedenken an die jüdischen Mitbürger bewahrt und gleichzeitig eine Mahnung an Folgegeneration gegeben wird, dass sich Nationalsozialismus und Holocaust nicht wiederholen dürfen. Dafür soll die Spende auch eine Motivation sein. Die Arbeitsgruppe um Anja und Andreas Lauterbach, das Pfarrerehepaar Beate und Johannes Fritzsche sowie die Jugendlichen Tabea Kreutschmann, Johanna Bommersheim und Malte Lauterbach wollen ihre Arbeit in einer Gedenkveranstaltung am 10. November und mit einer Broschüre darstellen. Bis Ende der 1920er Jahre lebten in Bellersheim mehrere jüdische Familien. Judenverfolgung und Holocaust forderten ihre Opfer. Die Familien wurden gezwungen, ihre Häuser zu verkaufen; sie wurden über Inheiden in Konzentrationslager wie Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Doch einige Mitglieder dieser Familien sind emigriert und haben überlebt.

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