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Das Feuerwerk beim Seefest und die zwei Egoisten

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Das Feuerwerk über dem See markiert jedes Jahr den Höhepunkt des Inheidener Seefests. 20 Minuten lang schießen Raketen und Fontänen in den Nachthimmel, spiegeln sich auf der Oberfläche des Trais-Horloffer Sees (so heißt das Gewässer offiziell).

Kein Wunder, dass die Plätze "in der ersten Reihe" am Ufer sehr begehrt sind. Oft muss man hier bereits einige Stunden vor Beginn des Feuerwerks den Kolter oder das Handtuch auswerfen, will man die beste Sicht haben. Dafür kann man jedoch den Sonnenuntergang am See genießen, sich am Anblick der Schwimmlichter und geschmückten Segelboote erfreuen oder sich von den kulinarischen Angeboten der Gastronomie am Ufer verwöhnen lassen.

Leider gibt es jedes Jahr aber auch ein paar ganz Schlaue: Diese stellen morgens um 10 Uhr ihre Stühle ans Ufer, um dann erst zehn Minuten vor dem Feuerwerk wieder aufzutauchen und die besten Plätze zu beanspruchen. Das ist nicht nur ziemlich egoistisch, sondern auch unsinnig: Das Ufer ist städtischer Grund, hier kann niemand einen Besitzanspruch anmelden. Würde man die Stühle abräumen und ins Fundbüro bringen - es wäre legal.

Das sollte man aber aus einem Grund nicht machen: Es gibt auch sehr nette Anlieger, die zwar hier Stühle aufstellen, aber auch mit den anderen Seefestbesuchern teilen. Eine sehr nette Geste.

Jedoch eines ist definitiv unnötig: Das hier im Bild festgehaltene Treiben. Da paddeln zwei Kinder auf dem Surfbrett während des Feuerwerks hinaus auf den See, nur um die beste Sicht zu haben. Dabei ist der See aus Sicherheitsgründen während des Feuerwerks komplett gesperrt: Schwimmen oder Bootfahren sind dann schlicht verboten. Daher hätte im schlimmsten Fall wegen dieser zwei ein Abbruch des Feuerwerks drohen können. Nein, es ist auch ein Zeichen von Egoismus. Der Wille, unbedingt in die erste Reihe zu müssen, selbst wenn es die nicht gibt. Die Zuschauer, die brav am Ufer saßen und standen, hatten bei jeder Spiegelung im Wasser diese zwei Kinder vor Augen. Das muss nun wirklich nicht sein. Nachahmung und Wiederholung daher unerwünscht. (pad/Foto: con)

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