Exkursion des NABU am Wingertsberg

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Hungen (pm). "Schmetterlinge weinen nicht", ist ein bekanntes Literaturzitat. Wenn sie es dennoch könnten, hätten sie allen Grund dazu, meint der Biologe und Schmetterlingskundler Ernst Brockmann. Denn viele Arten, die er bei einer Exkursion des Naturschutzbundes Horlofftal am Wingertsberg und in der Horloffaue gerne gezeigt hätte, sind leider verschwunden.

Die Schmetterlingsfauna ist geprägt von den Veränderungen - die Arten der frischen und feuchten Wiesen fehlten völlig. Als einziger Vertreter der eigentlich artenreichen und häufigen Bläulinge konnte der Kurzschwänzige Bläuling gefunden werden. Diese Art, im letzten Jahrhundert in ganz Hessen ausgestorben und in Deutschland nur noch am Kaiserstuhl zu finden, hat inzwischen nicht nur wieder ganz Hessen besiedelt, sondern ist sogar die häufigste Bläulingsart geworden. Stephan Kannwischer (NABU Horlofftal) zählte die während der Exkursion angetroffenen Schmetterlingsarten durch und kam auf 15. Deren filigrane Schönheit entschädigte für die erwarteten, aber verschwundenen Arten.

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