Scheckübergabe mit (v. l.) Julia Kannwischer, Carsten Butteron, Gerhard Becker und Carsten Beinecke. FOTO: KJG
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Scheckübergabe mit (v. l.) Julia Kannwischer, Carsten Butteron, Gerhard Becker und Carsten Beinecke. FOTO: KJG

13 000 Euro für "Tour der Hoffnung"

  • vonKarl-Josef Graf
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Hungen(kjg). Ein freudiger Moment: Gerhard Becker, Organisationsleiter der "Tour der Hoffnung", nahm am Dienstag auf dem Aussiedlerhof der Familie Kannwischer in Hungen einen Spendenscheck über 13 000 Euro für krebskranke Kinder entgegen. Gesammelt hatte das Geld Carsten Butteron, der Ehrenvorsitzende des Radfahrvereins (RV) Germania Hungen ist.

Für seine ganz besondere "Tour", bei der er 24 Stunden auf dem Spinning-Rad ununterbrochen in die Pedale treten wollte (die GAZ berichtete), hatte er 200 Unterstützer gesucht, die je 50 Euro für die "Tour der Hoffnung" geben. Sein Ziel: 10 000 Euro "erradeln". Am Ende waren es zwar ein paar Menschen weniger als erwartet. Die aber spendeten teilweise mehr als erbeten. Drei von ihnen wurde besonders gedankt.

Die 16-jährige mehrfach behinderte Julia Kannwischer hatte spontan für Butterons Aktion gespendet. Ellen Schmidtkunst (Biebertal) stiftete den Erlös ihrer Maskenproduktion für die "Tour". Und der CAD-Techniker Carsten Beinecke, der gerne morgens um 6 Uhr mit dem Fahrrad nach Gießen fährt, rundete die Summe auf. Die insgesant 13 000 Euro gehen nun an die Stadtkasse Gießen. Das Geld wird treuhänderisch von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz verwaltet.

Die Spendensumme komme komplett krebskranken Kindern zugute, erklärte Organisationsleiter Becker. Er erinnerte daran, dass die Benefizradtour in den vergangenen 31 Jahren insgesamt 42 Millionen Euro gesammelt habe.

Butteron, der gern und viel Rad fährt, hatte sich vorgenommen, in dem coronabedingt "tourlosen Jahr" etwas Besonderes zu tun. Die ursprünglich geplante "Tour der Hoffnung" von Flensburg nach Garmisch (1100 Kilometer) widmete er kurzerhand zu einer 24-Stunden-Tour auf dem Spinning-Rad um - freilich ohne im ersten Moment zu bedenken, auf welche Tortur er sich da eingelassen hatte: "Monotonie, keinen Fahrtwind zur Kühlung und immer Treten, weil es keinen Leerlauf gibt."

Butteron hat das alles gut überstanden. Für ihn steht fest: Am 2. Juli 2021 wird er beim "Race Across Germany" mit dem Fahrrad von Flensburg nach Garmisch fahren.

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