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Treffpunkt für Jung und Alt: der Dorfladen in Villingen.

Was aus einem Kuhstall werden kann...

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Hungen (tr). Noch mancher erinnert sich an den leeren ›Kuhstall vom Lotze Klaus‹ mitten im Dorf. Dass aus diesem Stall ein moderner Supermarkt wurde, ist vor allem einer Idee und dem langen Atem aller Beteiligten zu verdanken. Am Freitag feierte der Villinger Dorfladen sein fünfjähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung wird er durch eine gemeinnützige Organisation betrieben und bietet damit Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap, sagte Klaus Funck vom Förderverein vor zahlreichen Gästen.

Ältere und weniger mobile Einwohner und auch Kindern können im Dorfladen ihre Besorgungen "um die Ecke" selbstständig erledigen. Fast 4000 verschiedene Produkte und ein Bio-Sortiment bietet das Geschäft an, das nicht zuletzt wegen der Kaffee-Ess-Ecke ein Kommunikationszentrum fürs Dorf ist. Ermöglicht haben den Laden zahlreiche Villinger, die, auch durch eine Mitgliedschaft im Förderverein, Verantwortung übernommen und das Projekt auch finanziell auf sichere Füße gestellt haben, würdigte Funck. Er dankte auch der Stadt Hungen, an ihrer Spitze Bürgermeister Rainer Wengorsch, für die Unterstützung des Projekts, das über Zuschüssen aus verschiedenen Fördertöpfen realisiert werden konnte.

Acht Arbeitsplätze

Gute Nachricht: Der Vertrag zwischen dem Betreiber, der Nick gGmbH, und der Stadt Hungen wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Er sei sich sicher, dass man in fünf Jahren ein weiteres Fest feiern könne, sagte Wengorsch, und die neue Nick-Geschäftsführerin Melanie Pfeiffer pflichtete ihm bei.

Auch Pfarrer Hartmut Lemp zeigte sich über den Erfolg des Ladens erfreut und darüber, dass hier insgesamt acht Menschen Arbeit finden, darunter auch solche, die sonst keine Beschäftigung gefunden hätten. Ilona Zimmer-Almendiger, die Frontfrau der Gruppe "Querbeet", gab ein Mundartgedicht über Villinger Läden zum Besten, das sie eigens zu diesem Geburtstag verfasst hatte.

Für die zahlreichen Gäste, die längst nicht nur aus Villingen kamen, hatte der Förderverein außerdem leckere Speisen im Angebot. Mittags konnte man Kürbissuppe, Gulasch oder eine Pilzpfanne genießen. Am Nachmittag bestückten die Villinger Landfrauen im Festzelt in der Höhenstraße ein großes Kuchenbuffet. Am späten Nachmittag machten dann auch die Kinder des Villinger Kindergartens nach ihren Martinsumzug Station am Dorfladen.

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