Eine sportliche Leistung

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  • Patrick Dehnhardt
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Beeindruckend – es ist das einzige Wort, mit dem sich annähernd beschreiben lässt, was die Ehrenamtlichen des TV Trais-Horloff in unzähligen Stunden geschaffen haben. Das sahen auch die Besucher dieser Tage anlässlich der Einweihung des frisch sanierten Trais-Horloffer Sportheims so. 2013 stand die Vereinsspitze vor einer schweren Entscheidung. Das alte Sportheim und insbesondere die Küche und die Toiletten waren in die Jahre gekommen, der Vereinsraum hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Es musste etwas getan werden. Doch allein 30 000 Euro hätte der Neubau der Toiletten gekostet. Die Sanitäranlagen werden eigentlich nur bei großen Veranstaltungen wie Heimspielen benötigt; für den Trainingsbetrieb allein reichen zwei Toiletten. Zudem gibt es direkt nebenan im vor wenigen Jahren sanierten Dorfgemeinschaftshaus eine fast neue Toilettenanlage. Was also tun?

Beeindruckend – es ist das einzige Wort, mit dem sich annähernd beschreiben lässt, was die Ehrenamtlichen des TV Trais-Horloff in unzähligen Stunden geschaffen haben. Das sahen auch die Besucher dieser Tage anlässlich der Einweihung des frisch sanierten Trais-Horloffer Sportheims so. 2013 stand die Vereinsspitze vor einer schweren Entscheidung. Das alte Sportheim und insbesondere die Küche und die Toiletten waren in die Jahre gekommen, der Vereinsraum hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Es musste etwas getan werden. Doch allein 30 000 Euro hätte der Neubau der Toiletten gekostet. Die Sanitäranlagen werden eigentlich nur bei großen Veranstaltungen wie Heimspielen benötigt; für den Trainingsbetrieb allein reichen zwei Toiletten. Zudem gibt es direkt nebenan im vor wenigen Jahren sanierten Dorfgemeinschaftshaus eine fast neue Toilettenanlage. Was also tun?

Das Ergebnis: ein Schmuckstück

Michael Kertels und Uwe Walter (†) setzten sich seinerzeit zusammen und entwickelten eine erste Idee. Nach Gesprächen mit dem Vorstand und Bürgermeister Rainer Wengorsch zeichnete sich eine Lösung ab: Für größere Veranstaltungen dürften die Toiletten des Dorfgemeinschaftshauses mitbenutzt werden. Dies gab dem Verein die Möglichkeit, im alten Bestand umzubauen und zu erweitern. Zunächst wurden in den Duschen zwei Räumchen abgetrennt und in diesen neue Toiletten für den Trainingsbetrieb eingebaut. Dann riss man die alten Toiletten ab. Der Vereinsraum wurde erweitert, eine neue Küche und eine modernisierte Theke eingebaut, der Boden neu gefliest, die Wände verputzt, zusätzlicher Lagerraum auf dem Dachboden geschaffen. Aus einer Kirche in Pohlheim besorgte man sich eine gebrauchte Trennwand und baute diese im Vereinsraum ein. Rund 14 000 Euro steckte der Verein allein aus eigener Tasche in den Umbau, die Ehrenamtlichen investierten zudem eine mittlere vierstellige Zahl an Arbeitsstunden. Herausgekommen ist nach rund vier Jahren Bauzeit ein wahres Schmuckstück, das nicht zuletzt aufgrund der kreativen Malerarbeiten an den Wänden und vieler humorvoller Details beeindruckt.

"Warum tun wir das? Weil Vereinsleben nicht nur Nehmen, sondern auch Geben ist", erklärte Michael Kertels zur Eröffnung, und: "Hier haben nicht nur Vereinsmitglieder, sondern Freunde miteinander gebaut." Diese müssen übrigens nicht immer alle einer Meinung sein, wie sich an einem besonderen Teil der Einrichtung zeigt: Jeder durfte zu seinem Lieblingsfußballverein einen "Fan-Stuhl" mit Farbe, Wappen und Logo gestalten. Der bunte Mix reicht von Eintracht Frankfurt über Schalke 04 bis Kickers Offenbach.

Bürgermeister Rainer Wengorsch zeigte sich anlässlich der Einweihung von der Leistung der Ehrenamtlichen beeindruckt: "Respekt und Anerkennung, was hier entstanden ist", erklärte er. Adelheid Walter präsentierte zur Feier des Tages ein selbst geschriebenes Gedicht: "Ihr Jungs und Mädels, macht weiter so, so bleibt unserer schönes Dörfchen Trais-Horloff froh.

Übrigens: Die "Umbau-Elf" von Trais-Horloff wurde mit einem Aufstellungsplan an der Wand des Vereinsheims festgehalten. Eine sehr schöne Idee.

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