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Ehrenamt verbindet und führt durch die Krise

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Von: red Redaktion

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Die Ehrung für Inge Jackel (2. v. r.) übernehmen (v. l.) Ivette Pabst, Thorsten Lohrey, Ina Wagner, Petra Sattler, Sabine Schneider. © pv

Hungen (pm). Nach coronabedingter Pause trafen sich die Mitglieder des TSV 1848 Hungen dieser Tage zur Jahreshauptversammlung. Unter strengen Auflagen und mit Beachtung des 2G-plus-Konzeptes war es möglich, die Versammlung im Gastraum der Stadthalle abzuhalten.

Anwesend waren 26 Mitglieder, darunter die Ehrenvorsitzende Inge Jackl, der TSV-Vorstand und Wolfgang Becker als Mitglied und in Vertretung der Stadt Hungen, berichtet Vorstandsmitglied Petra Sattler. Die besonderen Umstände der Corona-Pandemie verlangten ein Abhalten zweier Jahreshauptversammlungen in einer Sitzung, die für 2020 und 2021. Der Bericht des Vorstands fasste die Entwicklungen dieser beiden Jahre zusammen.

Mehrarbeit durch Vorschriften

Neben den inhaltlichen Tagesordnungspunkten wurde der Abend genutzt, um die Ehrenvorsitzende Inge Jackel für 35 Jahre Trainingsbetrieb in der Abteilung Wassergymnastik zu danken. Sie selbst wird sich aus persönlichen Gründen aus dem Trainingsbetrieb zurückziehen.

Auch der TSV erlitt durch die Pandemie massive Einschnitte in den Trainings- und Wettkampfbetrieb. Auf die Abteilungsleitungen kamen neue, zusätzliche Aufgaben zu. Große Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Die damit eigentlich geplante Mitgliederehrung wird nachgeholt, sobald dies möglich ist.

Dennoch gab es auch positive Nachrichten. Christine Kübler freute sich über die Ehrung der Volksbank Mittelhessen zur »heimlichen Heldin im Ehrenamt«. Auch hatte der Vorstand die Zeit genutzt und zog in ein neues Geschäftszimmer in der Stadthalle ein.

Gerade in Zeiten der Pandemie zeigte sich, wie stark das Ehrenamt verbindet und durch die Krise führt. So war ein zeitweiser Trainingsbetrieb durch strenge Hygienemaßnahmen trotzdem gewährleistet. Der Blick in die Zukunft ist weiterhin positiv. Einzelne Abteilungen verzeichneten einen Mitgliederzuwachs.

Die finanzielle Situation des TSV steht auf soliden Säulen, der Vorstand wurde von den Mitgliedern entlastet. Der Vorstand wurde durch den neu gewählten Beisitzer Benedikt Brumhard erweitert. Außerdem wurden die zur Wiederwahl stehenden Vorstandsmitglieder (Beisitzer und Kassen-wartin) im Amt bestätigt. Den Mitgliedern wurden die Prämien der Aktion »Scheine für Vereine« überreicht. Die qualitativ hochwertige Ausstattung ergänzt nun den Trainingsbetrieb der Abteilungen.

Beiträge erhöht

Die anwesenden Mitglieder beschlossen nach nun über 20 Jahren, die Mitgliedsbeiträge an die aktuelle Zeit anzupassen. Dabei orientierte sich der TSV an den Beiträgen benachbarter Vereine, sodass die Erhöhung im Vergleich eher gering ausfalle. Die Beiträge für passive Mitglieder bleiben bestehen. In Zukunft werden sich die Beiträge in zweijährlichem Turnus dynamisch geringfügig erhöhen.

Die Berichte der einzelnen Abteilungsleitungen zeugten von eher gemischten Gefühlen. Alle Beteiligten spürten deutlich die Mehrarbeit durch die Vorschriften. FOTO: PM

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