Bei der Übergabe der E-Bikes wird den Nutzern auch die Funktionsweise erklärt. FOTO: KJG
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Bei der Übergabe der E-Bikes wird den Nutzern auch die Funktionsweise erklärt. FOTO: KJG

E-Bikes sind gefragt

  • vonKarl-Josef Graf
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Hungen(kjg). Unter dem Stichwort "Radfahren neu entdecken" beteiligt sich die Stadt Hungen an der Aktion des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Sie bietet ihren Bürgern das kostenlose Fahren und Erproben von E-Bikes und Pedelecs an. Jetzt war der erste Übergabetermin von zwölf Fahrräder durch Bürgermeister Rainer Wengorsch - rechtzeitig zum Beginn des Stadtradelns in der Schäferstadt.

Gefahrene Kilometer erfassen

Für zwei Wochen dürfen zwölf Hungener die Vorzüge des Elektroantriebes genießen und damit zur Arbeit, zum Einkaufen oder durch die herrliche Landschaft radeln. Kostenlos. Danach kommen zwölf andere dran. Die Aktion geht bis zum 22. September. Das Interesse an dem Angebot war so groß, dass nicht alle, die ein Fahrrad leihen wollten, zum Zuge kommen.

Das Ministerium hat über die Arbeitsgemeinschaft "Nahmobilität in Hessen" etwa 200 Fahrräder zur Verfügung gestellt, die über 14 Kommunen verliehen werden. Bei den Fahrrädern in Hungen handelt es sich um Markenräder, sieben Pedelecs, drei Stadt-Pedelecs und zwei E-Bikes.

"Wir hoffen, dass sich die Nutzer von den Vorteilen eines Elektrofahrrades überzeugen lassen", sagte Wengorsch bei der Übergabe. "Mit dieser Maßnahme möchten wir die nachhaltige Mobilität im innerstädtischen Verkehr fördern." Erneut beteilige sich die Stadt an der Kampagne "Grüne Meilen", bei der sich Kindergarten- und Schulkinder zu Fuß, per Rad oder mit dem Roller durch die Stadt bewegen.

In der Klimaschutzstadt Hungen hat jetzt außerdem zum dritten Mal das Stadtradeln begonnen. Hier geht es ebenfalls darum, dass möglichst viele Bürger das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder zur Arbeit fahren. Auf der Seite www.stadtradeln.de wird erklärt, wie es geht, und wie man seine gefahrenen Kilometer erfassen kann. Die Aktion findet seit 2008 in vielen Gemeinden Deutschlands statt. Jeder mit dem Fahrrad gefahrene Kilometer zählt für den Klimaschutz, und im Wettbewerb mit anderen Kommunen geht es auch darum, attraktive Preise zu gewinnen. Die Aktion läuft bis zum 20. Juli.

Noch wichtiger sei es, dass die Bewegung auf dem Rad die eigene Gesundheit und Fitness fördert. Fahrradfahren verbrenne Kalorien und entlaste die Gelenke, weil das Fahrrad das Körpergewicht trägt. Durch die gleichmäßige Bewegung der Muskeln sei es günstiger als Joggen, hieß es zum Start.

Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man jeden Tag oder weniger oft mit dem Fahrrad unterwegs ist. Jeder Kilometer zähle.

Ziel ist es, möglichst viel klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen einzusparen, deshalb rechnet das Stadtradeln die Kilometer in ersparte CO2-Emissionen um.

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