Werner Fuchs gibt dem Fernsehteam von Defacto Auskunft.
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Werner Fuchs gibt dem Fernsehteam von Defacto Auskunft.

Der Denkmalschutz, das Dach und das Kamerateam von "Defacto"

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Werner Fuchs aus Bellersheim würde gerne auf seiner Scheune eine Fotovoltaikanlage errichten. Das Amt für Denkmalschutz hat ihm dies aber untersagt. Denn so ein neumodischer Schnickschnack wie eine Solaranlage würde die Ortsansicht stören, die man habe, wenn man sich von Trais-Horloff kommend Bellersheim nähert. Klimaschutz hin oder her, da müsse man Prioritäten setzen. Und die lauten: Das Dach muss rot bleiben.

Die "Gießener Allgemeine Zeitung" berichtete vor Kurzem über den Fall, ebenso wie über den Neubau der Technischen Hochschule Mittelhessen an der Ecke Bismarckstraße/Südanlage in Gießen. Dort erlaubte das Denkmalamt einen großen grauen würfelförmigen Bau, sah wohl das Stadtbild nicht gefährdet. Mehrere Leserbriefschreiber fragten danach kritisch, ob da nicht mit zweierlei Maß gemessen werde und der graue Kasten nicht eine wesentlich größere optische Störung als eine Solaranlage auf einem ortskernabgewandten Scheunendach sei.

Auch der Hessische Rundfunk schaute sich nun in Bellersheim um: Reporter Franco Foraci ließ sich von Werner Fuchs den Fall schildern. Für das Magazin "Defacto" dreht er derzeit an einer Reportage über Bürger, die etwas gegen den Klimawandel tun wollen, aber von Behörden daran gehindert werden. Diese wird voraussichtlich am Donnerstag, 24. September, um 21 Uhr im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt.

pad/FOTO: PAD

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