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Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Langd verzögert sich. Baubeginn wird erst 2022 sein. ARCHIVFOTO: PAD

»Bürgerbeteiligung kostet Zeit«

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hungen (us/pm). Bürgermeistger Rainer Wengorsch hat es vergangene Woche den Stadtverordneten schon mitgeteilt: Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Langd wird sich verzögern. Die Arbeiten an dieser Kreisstraße werden nicht in diesem Sommer beginnen, sondern erst 2022.

Wie die Pressestelle des Landkreises auf Anfrage mitteilt, resultieren die Verzögerungen aus der Bürgerbeteiligung. Durch die Einbeziehung der Langder Einwohner in die Planung hätten sich Änderungen ergeben. So sei gemeinsam in einer Anliegerversammlung im September 2020 beschlossen worden, eine Bushaltestelle komplett an einen anderen Ort zu verlegen.

Ausschreibung im Herbst

Auch die Ortseingangsbereiche seien auf Wunsch der Menschen im Ort verändert worden. Dabei gehe es um die Sicherung der Querung am Ortseingang aus Richtung Hungen kommend und generell um geschwindigkeitsverringernde Maßnahmen. »Auch innerorts waren Kreuzungsbereiche umzuplanen«, schreibt Louisa Wehlitz von der Pressestelle. Um diese Änderungen umzusetzen, seien zusätzliche topographische Geländeaufnahmen erforderlich gewesen. Zudem sei die Nebenstraße am Bürgerhaus wegen der Bushaltestelle neu in die Planung aufgenommen worden. Um Baurecht für die Planungsänderungen zu schaffen, mussten laut Wehlitz die Träger öffentlichen Belange erneut angehört werden. Das sei im Januar/Februar 2021 geschehen.

»Zurzeit laufen die Abstimmungen mit Hessen Mobil«, hierbei gehe es auch um die Änderung des Förderbescheids. »Diese werden voraussichtlich im August/September 2021 abgeschlossen sein, sodass dann das Ausschreibungsverfahren beginnen kann«, erläutert die Kreissprecherin. Mit dem vollständigen Baubeginn sei 2022 zu rechnen. Unter Umständen könnten die Arbeiten in der Nebenstraße noch 2021 starten.

»Dass die Bürgerbeteiligung und die daraus resultierenden Änderungen Zeit kosten würden, war uns allen klar. Durch Corona verlängern sich zusätzlich viele Verfahrensschritte. Aber besser so als eine Baumaßnahme, mit der hinterher alle unzufrieden sind«, bemerkt Dr. Christiane Schmahl, Baudezernentin des Landkreises, abschließend.

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