NABU Horlofftal

Biologe erläutert Wirkung von Blühbrachen

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Hungen(pm). Informationen über die ökologische Wirkung von Blühbrachen in der Feldflur gab es bei einer Vortragsveranstaltung des Naturschutzbundes Horlofftal. Der Biologe Frank Bernshausen ging in seinen Ausführungen besonders auf das "ökologische Netz" von unbefestigten (Gras-)Feldwegen, Ackerrainen und andere Saumlebensraum-Typen ein. Diese seien in Zeiten einer veränderten Landbewirtschaftung die wesentlichen Reproduktions- und Rückzugsräume von Tier- und Pflanzenarten der offenen Feldflur. Neben einem Appell für nachhaltige Landbewirtschaftung schlug Bernshausen auch ein dichtes lineares Netz von Blühbrachen in den offenen Feldfluren vor. Die Anlage solcher alternierend teilbewirtschafteter Blühbrachen als Eingriffs-Ausgleich im ehemaligen Flurbereinigungsverfahren Utphe habe sich im Monitoring bewährt und sollte verbreitet Nachahmung finden.

Bei der Sicherung vorhan- dener Lebensraumstrukturen wie Acker- und Wiesenrainen, Wegrändern und -böschungen, Waldsäumen sowie Ufer- und Brachestreifen seien die öffentlichen Eigentümer gefordert, wie zum Beispiel die Stadt Hungen mit dem Erlass einer Feldwegesatzung und begleitenden Maßnahmen der illegalen Umnutzung von Saumlebensräumen einen dauerhaften Riegel vorschieben wolle, so der Referent.

Dr. Christiane Schmahl würdigte als Umweltdezernentin des Landkreises Gießen bei dieser Gelegenheit besonders die ergebnisorientierten Aktivitäten der "AG Feldwege und Saumlebensräume" und rief vor allem Landwirte und Kommunen zum Mitmachen auf.

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