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Auf ein gutes Gelingen: Zimmerermeister Martin Sahm beim traditionellen Richtspruch.

Bezugsfertig im August 2020

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Hungen (con). In ganz Deutschland gibt es derzeit eine hohe Nachfrage an günstigem Wohnraum - deshalb startete vor rund einem Jahr in Hungen ein Projekt, das für diese Stadt einzigartig ist: Im Turmweg sollen schon bald 18 neue Sozialwohnungen einzugsbereit sein. Vor rund einem Jahr ging das Projekt an den Start, im Februar fand bereits der erste Spatenstich für die beiden Wohnhäuser statt. Am Donnerstagvormittag stand das Richtfest für das erste Gebäude an.

Zimmerermeister Martin Sahm sprach den traditionellen Richtspruch vom Gebäude aus. Die ersten Mieter sollen ab August 2020 ihre Wohnungen beziehen können. Sechs Zweizimmer-, acht Dreizimmer- und vier Vierzimmerwohnungen entstehen.

Die veranschlagten Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro werden sich nach derzeitiger Einschätzung im geplanten Rahmen bewegen, berichtete Bürgermeister Rainer Wengorsch anlässlich des Richtfestes. 360 000 Euro Förderung erhält die Stadt Hungen dabei vom Landkreis Gießen, zusätzlich gibt es vom Land Hessen zinsgünstige Kredite sowie eine Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro, um das Projekt umzusetzen. "Alleine könnte die Stadt Hungen ein solches Projekt nicht verwirklichen", fügte der Bürgermeister hinzu.

Mit dem Bauvorhaben will die Stadt auch einen Schritt in die Zukunft machen: Denn Sozialwohnungen sind ungebrochen gefragt. Das Angebot reicht bei Weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Gerade mit der wachsenden Infrastruktur und der Reaktivierung der Horlofftalbahn könnte das Interesse vor Ort noch größer werden. "Wir hoffen aber auch, mit diesem Projekt ein Beispiel für andere zu sein, und dass dem sozialen Wohnungsbau wieder mehr Priorität zugemessen wird", sagte Wengorsch, und: "Die Kommunen brauchen die entsprechende Unterstützung für solche Projekte".

Aber natürlich endet mit dem Baugebiet Turmweg nicht die Arbeit der Stadt: "Wir werden weiter dafür arbeiten, dass in Hungen grundsätzlich Wohnraum für alle Einkommensklassen entstehen kann", unterstrich Wengorsch abschließend.

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