"Beitragslast auf alle verteilen"

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Bisher mussten Anlieger in Hungen befürchten, sich mit einem oftmals hohen vierstelligen Betrag an einem Ausbau oder einer grundhaften Erneuerung ihrer Straße beteiligen zu müssen. Um diese einmalige Belastung der Anwohner zu minimieren, hat die Stadtverordnetenversammlung die Einführung wiederkehrender Straßenbeiträge zur Erneuerung, Verbesserung und Erweiterung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen beschlossen. An den Baukosten werden nun alle Grundstückseigentümer in einem Abrechnungsgebiet beteiligt. "Es muss sich niemand mehr verschulden, nur weil die Straße vor der Haustür erneuert wird", erklärt Bürgermeister Rainer Wengorsch hierzu.

Bisher mussten Anlieger in Hungen befürchten, sich mit einem oftmals hohen vierstelligen Betrag an einem Ausbau oder einer grundhaften Erneuerung ihrer Straße beteiligen zu müssen. Um diese einmalige Belastung der Anwohner zu minimieren, hat die Stadtverordnetenversammlung die Einführung wiederkehrender Straßenbeiträge zur Erneuerung, Verbesserung und Erweiterung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen beschlossen. An den Baukosten werden nun alle Grundstückseigentümer in einem Abrechnungsgebiet beteiligt. "Es muss sich niemand mehr verschulden, nur weil die Straße vor der Haustür erneuert wird", erklärt Bürgermeister Rainer Wengorsch hierzu.

Das neue Beitragsverfahren sieht jährlich wiederkehrende Straßenbeiträge vor, die sich nach der Grundstücksgröße, Anzahl der Vollgeschosse und der Nutzung richten. Pro Quadratmeter ist ein Beitragssatz von unter 50 Cent vorgesehen, die nur erhoben werden, wenn tatsächlich Investitionen an öffentlichen Straßen in einem Abrechnungsgebiet vorgenommen werden. Zu diesen Gebieten gehören mit Ausnahme der Wochenendgebiete "Auf der Schanze" und "Wingertsberg" alle Hungener Stadtteile.

Zur Erhebung der sogenannten Veranlagungsfläche erhalten alle Grundstückseigentümer im Oktober einen bereits ausgefüllten Erhebungsbogen mit der Berechnung der jeweiligen Geschosszahl mit der Bitte um Prüfung. Innerhalb einer Frist von vier Wochen können dann Änderungen durch Selbsterklärung oder Korrektur gemeldet werden. Werden keine Änderungen mitgeteilt, geht die Stadt von einer korrekten Erhebung der Werte aus.

Alle Grundstückseigentümer, die bereits Erschließungsbeiträge, Ausgleichsbeiträge oder einmalige Beiträge geleistet haben, sind bis zur Höhe der von ihnen bereits gezahlten Gelder für das jeweilige Grundstück, längstens aber für die Dauer von 25 Jahren seit Entstehung des Beitragsanspruches, von der Beitragspflicht befreit. Das gilt auch für erstmalige Erschließungskosten, die über Ablöseverträge entstanden sind.

Die Umsetzung wird durch das Fachbüro Kommunal–Consult Becker AG aus Pohlheim begleitet. Die Vorarbeiten befinden sich laut Bürgermeister bereits in vollem Gange. Bei Fragen und Erklärungen werden nach Versand der Erhebungsbögen Bürgersprechstunden sowie eine Telefonhotline angeboten. Weitere Informationen sind ab dem 1. Oktober auch unter der Internet-Adresse www.hungen.strassenbeiträge.de abrufbar.

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