"Artenverlust stoppen"

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hungen(pad). Corona stellt auch den Naturschutz vor Herausforderungen. Dies berichtete der Vorsitzende des NABU Nonnenroth, Heinz Weiss, bei der Jahreshauptversammlung. Diese fand auf der Wiese vor der Vogelschutzhütte statt.

Die Krise hat gezeigt, wie wichtig eine intakte Natur und das Leben im unmittelbaren Umfeld für das Wohlbefinden der Menschen sind, erklärte der Vorsitzende. "Der NABU Nonnenroth kann keine globalen Probleme lösen, aber er versucht, lokal die Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensräume zu erhalten und zu fördern." Ein Teil davon sei, auch Unordnung zuzulassen. Auf Streuobstwiesen oder in wilden Gärten würden mehr Tiere und Pflanzen leben als beispielsweise auf wöchentlich gemähtem Kurzrasen. "Wer Schmetterlinge will, muss Brennnesseln zulassen, und wer sich über Glühwürmchen freut, darf kein Schneckenkorn einsetzen, denn Glühwürmchenlarven fressen Schnecken", erklärte Weiss.

Die Jugendgruppe des NABU führte über das ganze Jahr das Tagfalter-Monitoring fort. Dass 2019 der 32 Jahre alte Kinder- und Jugendwald ein Opfer der Rußrindenkrankheit wurde und damit gefällt wurde, war ein schmerzhafter Verlust für die NABU-Gruppe. Zudem starb eine Schleiereule im Schöpfbecken auf dem Friedhof. Beim Dorffest 2019 richtete der Verein ein interaktives Vogelstimmen-Quiz aus.

Im Juni gab es eine Gesprächsrunde mit Landwirten, Bürgermeister Rainer Wengorsch, den Naturschutzgruppen und der Verwaltung, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, damit der dramatische Artenverlust im Stadtgebiet gestoppt wird. Die Umweltvereine trugen dabei den Wunsch eines regelmäßigen Informationsaustauschs mit der zuständigen Verwaltungsstelle vor.

Nach dem Kassenbericht wurde der Vorstand entlastet. Als Kassenprüfer wurden Bernd Rossbach und Simone Schneider gewählt.

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