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Isabella Archan

"Die Alpen sehen und sterben"

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Hungen (kjg) Im Rahmen des Gießener Krimifestivals las Isabella Archan am Dienstag im Blauen Saal des Hungener Schlosses aus ihrem Roman "Die Alpen sehen und sterben". Bei ihrem eher ungewöhnlichen Start forderte Archan die Zuhörer auf, ihre Augen zu schließen und sich ihrer Vorstellungswelt zu überlassen: "Stellen sie sich vor, sie erwachen in völliger Dunkelheit, ohne zu wissen, wer sie an diesen finsteren Ort gebracht hat. Stellen sie sich vor, sie begegnen einem Mann, der nichts Gutes im Sinn hat. Stellen Sie sich vor …" - Und schon ist sie mitten im Krimi.

Auf der Brücke in Kufstein geschieht ein Mord. Mitzi, eine naive junge Frau ist die einzige Zeugin, und die ehrgeizige Kriminalinspektorin Agnes Kirschnagel soll den Mörder finden. Kann sie Mitzi trauen? Mitzi, auch Mörder-Mitzi genannt, ist schon eine besondere Person. Sie ist gerne alleine, rettet sich in Fantasiewelten und besucht unter falschem Namen Selbsthilfegruppen, denen sie erfundene Geschichten erzählt.

Energiebündel begeistert

Ihre Lesung, die eigentlich ein Ein-Personen-Stück mit mehreren Figuren ist, zieht die Zuhörer in ihren Bann. Archan spielt das, was sie auf der Bühne und bei Film und Fernsehen gelernt hat, sie spielt Theater. Kein Wunder, dass ihre Fans sagen: "Bei den Lesungen, da kommt die Schauspielerin in ihr durch". So agiert sie auch. Das Energiebündel reißt die Zuhörer mit, versetzt sie in Spannung und nimmt sie mit auf den Gipfel, um ihnen dann die Lösung zu präsentieren. Das alles sehr authentisch, mit viel Humor und tollen Details. Archan spricht mehr als sie liest, das meiste frei und ohne Manuskript. Schon während ihrer Lesung sind Lachen und Freude der Besucher erlebbar. Eine tolle Atmosphäre! Zwischendurch bringt sie mal eine kurze Episode, erzählt von einem anderen Buch, sagt: "Da sterben mir die Männer weg." - "Die Alpen sehen und sterben" ist das neueste Werk Archans. Vielleicht kommen Mitzi und die Kommissarin wieder, und es entsteht eine Serie - so wie bei den Zahnarztkrimis "Auch Killer haben Karies", "Tote haben kein Zahnweh" und "Der Tod bohrt nach". Ausschließen will es die Autorin jedenfalls nicht. (Foto: kjg)

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