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»Ackerboden braucht Bewusstsein«

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Von: red Redaktion

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Hungen (pm). Seit 2004 wird in Deutschland jährlich zum »Internationalen Bodenschutztag« am 5. Dezember der »Boden des Jahres« ausgewählt. Ziel der Aktion ist es, den Boden, seine Funktionen und den Bodenschutz stärker in das Bewusstsein von Bevölkerung und (politischen) Entscheidern zu rücken.

Videos und Flyer

Mit dem frisch gekürten »Ackerboden« steht im Jahr 2023 laut einer Pressemitteilung des NABU Horlofftal insbesondere die landwirtschaftliche Nutzung der Böden in Deutschland im Fokus; nun solle die gesellschaftliche Debatte über eine nachhaltige Nutzung der Ackerböden auch in der Wetterau intensiviert werden. Dies gelte auch für Hungen am Nordrand der Wetterau und andere Gemeinden, in denen durch öffentliche und private Planungen in den nächsten Jahren flächenmäßig große Bodenbeanspruchungen mit nachfolgenden Zerstörungen von Bodenkrume, Bodenfruchtbarkeit und anderen ökologisch wichtigen Bodenfunktionen einhergingen. Aktuell sei hier besonders die etwa 22 Hektar umfassende Planung des Industrie- und Gewerbegebietes Hungen-Süd zwischen Inheiden, Trais-Horloff und dem Naherholungsgebiet Inheidener/Trais-Horloffer See zu nennen. Der bereits im Frühjahr 2022 im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum neuen Entwurf des Regionalplanes Mittelhessen gemachte Vorschlag zur Reduzierung auf etwa die Hälfte habe seinerzeit großen Zuspruch in der Bevölkerung erfahren und sei mittlerweile auch als Antrag in der Hungener Politik angekommen (die GAZ berichtete).

Um das politische Bewusstsein für Bodenschutz, die regionale Ernährungssicherung und die Kultur- und Erholungslandschaft um das Kleinod See zu stärken, wurden laut NABU eine Internet-Petition gestartet, thematische Videos (www.youtube.com/@demokratie-undkulturforumh6358/ videos) gedreht sowie Info-Flyer von vielen Helfern verteilt.

Stephan Kannwischer, Vorstandssprecher des NABU Horlofftal, weist darauf hin, dass die Petition bis 12. Dezember unterzeichnet werden kann (www.petitionen.com/schutzt_ den_inheidener_see) . Bis Dienstag gab es 1170 Unterschriften.

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