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Der Acker bei Hungen und die Jahreshauptversammlung der Störche

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Es gab Zeiten in den 1990ern, da kannten selbst Kinder vom Lande den Storch nur aus dem Bilderbuch und dem Fernsehen. Nur selten war mal ein Exemplar am Himmel zu sehen.

Mittlerweile findet der Storch wieder gute Lebensbedingungen in unserer Region. Feuchtwiesen wurden angelegt, in denen der Weißstorch auf Nahrungssuche gehen kann. Zudem wurden vielerorts Horste aufgestellt, auf denen er sicher seinen Nachwuchs großziehen kann. Die Aktionen der Naturschützer und Storchenfreunde haben Erfolg: Die Bestände sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, auch wenn hin und wieder ein Unwetter für Rückschläge sorgt.

Mittlerweile ist es wieder ein gewohntes Bild geworden, dass ein Traktor das Feld pflügt und ihm in kurzem Abstand eine Schar von Weißstörchen folgt, um Nachlese zu halten: Da könnte ja schließlich durch den Pflug was Schmackhaftes an die Oberfläche gekommen sein.

Eine große Gruppe von Störchen - weit über 45 Exemplare - hatte sich am vergangenen Samstag auf einem Acker zwischen Bellersheim und Trais-Horloff versammelt. Dieser war schon längere Zeit geeggt, sodass die Futtersuche wohl nicht der Grund gewesen sein dürfte, warum sich die Tiere dort versammelt hatten. Ob es eine Reisegruppe gen Süden war, die auf dem langen Weg nach Afrika eine Rast einlegte? Oder nur die Störche der umliegenden Ortschaften ihre gemeinsame Jahreshauptversammlung abhielten? Egal - jedenfalls ein schöner Anblick. pad/FOTO: PAD

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