Abwasserverband investiert

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Hungen (pm). Der Abwasserverband Hungen tagte unter Leitung von Verbandsvorsteher Rainer Wengorsch in der Volkshalle in Utphe. Die Verbandsversammlung genehmigte den Jahresabschluss 2019 und erteilte dem Verbandsvorstand Entlastung. Weiterhin wurde dem Wirtschaftsplan und Stellenplan 2021 zugestimmt. Der Kostenansatz beim Strom wurde aufgrund günstigerer Konditionen verringert.

Bei den vorgesehenen Investitionen nimmt eine Kanalbaumaßnahme in Inheiden den höchsten Stellenwert ein. Diese ist erforderlich, die ohnehin sehr gute Gewässergüte des Badesees weiter zu verbessern. Dadurch wird auch die hydraulische Kanalsituation verbessert und die Rückstaugefahr reduziert.

Stellvertretender Verbandsvorsteher Eike See informierte bezüglich des Wölfersheimer Sees und einem möglichen Anschluss der Kläranlage Wölfersheim an die Verbandskläranlage in Utphe. Der See hat eine sehr schlechte Wasserqualität, dadurch kommt es am Grund zu Phosphorrücklösungen. Zusätzlich wird er durch den Ablauf der Kläranlage kontinuierlich mit Phosphor versorgt. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wird es für die Fische aufgrund mangelnder Sauerstoffversorgung gefährlich.

Zur Verbesserung der Situation haben die Gemeindevertreter beschlossen, unverzüglich mit einer Gewässertherapie zu starten. Dabei soll die Phosphorkonzentration im See verringert werden. Es mache keinen Sinn, weiterhin Abwasser aus der Kläranlage in den See zu leiten. Die Vertreter des Regierungspräsidiums machten deutlich, eine einfache Umleitung des Abwassers in den Biedrichsgraben sei nicht genehmigungsfähig, da dieser zu wenig Wasser führe.

Vor der Entscheidung, ob die Anlage in Wölfersheim modernisiert oder an Kläranlage in Utphe angeschlossen wird, steht noch ein Gutachten des Wirtschaftsprüfers zu den finanziellen Auswirkungen für die Bürger aus.

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