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Brigitte Ostheim

Abschied vom Rathaus

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Hungen(con). Eine "Rathaus-ehe" endet nach fast fünf Jahrzehnten: Nach 48 Jahren im Dienst der Stadt Hungen nahm Brigitte Ostheim nun Abschied von ihrer Arbeitsstelle; sie geht in den Ruhestand. Wie beliebt sie unter ihren Kollegen ist, das konnte man schon an der bloßen Anzahl von Personen erkennen, die am Freitag zur Abschiedsfeier in den Sitzungssaal des Rathauses kamen. "Wenn es hier eine ›Hall of Fame‹ gäbe, wärst du ganz oben dabei", sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch in seiner Laudatio.

Das Gesicht des Bürgerbüros

1972 begann Brigitte Ostheim ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt; dieser Arbeitsstelle blieb sie immer treu. Einwohnermeldeamt, Standesamt und Sozialamt zählten zu den Stationen ihres Arbeitslebens, die meisten ihrer Kollegen und der Hungener Bürger dürften sie aber aus dem Bürgerbüro kennen: Hier war sie seit 1998 vollbeschäftigt. "Der Umgang mit Menschen war immer dein Spezialgebiet; deine große soziale Kompetenz hat dich ausgezeichnet", bekräftigte Wengorsch. Die Kolleginnen ließen es sich nicht nehmen, sich gebührend von Brigitte Ostheim zu verabschieden: "Das war immer ein bisschen wie eine Rathausehe: Wir haben uns fast täglich gesehen, gute und schwere Zeiten miteinander durchgemacht", so Bianca Scheld (Fachbereichsleiterin Bürgerdienste), und: "Am meisten werden wir dein Lachen vermissen - zusammen haben wir viele lustige Situationen erlebt."

Natürlich hat Brigitte Ostheim in ihren fast fünf Jahrzehnten als städtische Angestellte auch einige Veränderungen erlebt: "Vor allem ist die Arbeit immer digitaler geworden. Da fiel die Umstellung immer schwerer." Mit Blick auf den Ruhestand sagt sie: "Es fällt mir sehr schwer, hier aufzuhören." Aber dafür hat Brigitte Ostheim jetzt auch mehr Zeit für sich und ihre Familie. Als eingefleischter Eintracht-Frankfurt-Fan wird sie jetzt die Gelegenheit nutzen und einige Spiele besuchen. Daneben hat sie im Ruhestand nun auch mehr Zeit, um ihrem Hobby, dem E-Bike-Fahren nachzukommen. Und auch der ein oder andere Besuch im Bürgerbüro dürfte in nächster Zeit erfolgen. FOTO: CON

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