Humorvoll auch ohne Ball

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Eine humorvolle Mischung aus Jonglage und Wortakrobatik erlebten rund 70 Besucher in der Lahntalschule in Atzbach. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Gesamtschule und des 30-jährigen Bestehens des Fördervereins hatte dieser den Kabarettisten, Clown und Jongleur Marcus Jeroch vom Tigerpalast in Frankfurt eingeladen. Die Fördervereinsvorsitzende Margret Michl wies darauf hin, dass auch der Tigerpalast sein 30-jähriges Jubiläum feiert.

Eine humorvolle Mischung aus Jonglage und Wortakrobatik erlebten rund 70 Besucher in der Lahntalschule in Atzbach. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Gesamtschule und des 30-jährigen Bestehens des Fördervereins hatte dieser den Kabarettisten, Clown und Jongleur Marcus Jeroch vom Tigerpalast in Frankfurt eingeladen. Die Fördervereinsvorsitzende Margret Michl wies darauf hin, dass auch der Tigerpalast sein 30-jähriges Jubiläum feiert.

Jeroch war mit wenigen Requisiten nach Atzbach gekommen, nutzte aber die Sprachakrobatik der Texte und Wortwelten von Friedhelm Kändler und Erich Jandl. Mit Perfektion führte der 55-Jährige seine Jonglagen aus und trug gleichzeitig die Texte vor. Auch wenn ab und an ein Ball davon flog, ging das Programm humorvoll weiter.

Jeroch führte vor, wie es klingt, wenn ein Buchstabe des Alphabetes verloren geht. So begrüßte er die Besucher mit "Meine Amen und Herren", weil er das "D" ausließ. Im Verlauf des Vortrages ergab dies manch komischen Ausdruck, den Jeroch gekonnt präsentierte. Eine großartige Hut-Jonglage folgte – und sogleich fuhr er mit einer Wortspielerei fort.

Ein Höhepunkt war seine Interpretation des Märchens "Dornröschen". Darin kommt ein Frosch durch die Rosenhecke und fordert einen Kuss. Dornröschen schmeißt ihn an die Wand, und es kommt zu schrecklichen Flecken. Der dann erscheinende Prinz mochte das Mädchen nicht und so ging das Märchen unversöhnlich aus.

Dass man den Begriff der "Aufgabe" in der Schule falsch verstehen kann oder warum die ersten Worte von Kindern "Ma-Ma" und das "ablehnende ›Pah-Pah‹" lauten und welche Bedeutung dahinter steht, war manchem Besucher sicher neu.

Originelle Jonglage-Einlagen sorgten für Varieté-Atmosphäre. Beispielsweise ließ Jeroch Bälle zu Mozart-Variationen tanzen, Tischtennisbälle ploppten im Takt der Musik aus seinem Mund und mit "Silben-Kartons" erzählte der Akrobat eine Geschichte.

Atemberaubend war die Jonglage mit mehreren Objekten gleichzeitig, die den Künstler scheinbar an den Rand der Atemlosigkeit brachte. Jeroch machte sich auch lustig über Dativ und Genetiv. Oder erläuterte deutsche Sprache anhand von Tieren: "Ein Flusspferd sehnte sich so sehr nach Meer." Oder "Es sprach der Wasserhahn zum Huhn, lass’ es uns im Wasser tun." Auch die Kindererziehung kam nicht zu kurz. So machte er sich Gedanken darüber, warum man vom Ge-Schlecht spricht. Es könnte doch auch "Ge-Gut" heißen…

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