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Max Heuchert (r.), Geschäftsführer von Vitos Gießen-Marburg, übergibt die Krankenhausbetten an Gangolf Seitz, Vorstandsvorsitzender von Terra Tech.

Humanitäre Hilfe

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Gießen (pm). Rund 80 Krankenhausbetten, 81 Beistelltische und ein Rollstuhl sind auf dem Gelände des Vitos Klinikums Gießen-Marburg in Überseecontainer verladen worden und treten nun ihren Weg nach Äthiopien an. Die Klinik spendet das Mobiliar für ein neues Krankenhaus in der Stadt Kombolcha, das die Unterstützung dringend braucht.

Das erste öffentliche Krankenhaus in Kombolcha wurde zwar gebaut, jedoch fehlt es an Mitteln für die medizinische Ausstattung. Ein entsprechender Hilferuf hatte Vitos Gießen-Marburg über die hiesige Hilfsorganisation Terra Tech erreicht.

Die nun gespendeten Möbel stammen von Stationen der psychiatrischen Kliniken in Gießen und Marburg. Sie sind in einem guten Zustand, entsprechen allerdings nicht mehr dem hohen technischen Standard, den Vitos zugrunde legt. Deshalb wurden sie vor einiger Zeit ausgetauscht. »Als Klinik mit einem gemeinnützigen Hintergrund ist es unser täglicher Job, Menschen in Not zu helfen. In Gießen und Marburg sind das Menschen, die in psychischen Krisen stecken. Jetzt freuen wir uns sehr, dass wir mit unserer Spende auch Patienten in Äthiopien helfen können«, sagt Max Heuchert, Geschäftsführer der Vitos Gießen-Marburg gGmbH. Dank der Hilfe von Vitos Gießen-Marburg könne man einen beträchtlichen Teil zur Ausstattung des Kombolcha City Hospitals beitragen, teilt Terra Tech mit. Insgesamt würden rund 155 000 Personen in der Region und mehrere Hunderttausend Menschen aus den angrenzenden Bezirken von der Inbetriebnahme des Krankenhauses profitieren.

Kombolcha liegt im Norden Äthiopiens und gilt als wichtiges Industriezentrum in der Region. Trotzdem haben die Menschen dort nur einen unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung, so Terra Tech weiter. Bisher gab es weder ein öffentliches noch ein privates Krankenhaus. »Uns freut es, dass wir mit gemeinsamer, koordinierter Hilfe aus Mittelhessen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Kombolcha leisten können«, fügt Terra Tech-Geschäftsführer Andreas Schönemann hinzu.

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