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Auf Socken: Auch Inwerk-Geschäftsführer Jens Hohenbild arbeitet derzeit im Homeoffice. FOTO: PM

Homeoffice beflügelt Büromöbelbranche

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Gießen/Biebertal(pm/so). Die Corona-Krise zeigt unterschiedliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Bei Büromöbeln beobachten Kenner der Branche einen bislang nie da gewesenen Nachfrage-Boom. Homeoffice ist das Stichwort. "Millionen Menschen arbeiten mittlerweile in den eigenen vier Wänden und sind offensichtlich zu einem großen Teil nicht ausreichend dafür ausgestattet", sagt Patrick Dietz, Unternehmenssprecher bei Inwerk.

Der Büromöbelspezialist mit Standorten in Meerbusch am Niederrhein und Biebertal spricht von einer "Hochkonjunktur" bei Büromöbeln aufgrund gesteigerter Nachfrage von Unternehmen und Privatkunden.

Auf die millionenfache Arbeit in den heimischen vier Wänden war laut Dietz kaum jemand vorbereitet. Beim Biebertaler Büroausstatter Inwerk ist man überrascht, wie schnell die Pandemie den Markt aufgewühlt hat.

"Noch nie haben wir für Homeoffices so viele Bürostühle und elektrisch höhenverstellbare Schreibtische verkauft", berichtet Geschäftsführer Jens Hohenbild. Den Grund sieht er darin, dass viele Unternehmen den Mitarbeitern ergonomische Bedingungen am Heimarbeitsplatz bieten wollen.

"Nach einigen Tagen am Küchentisch ist der Hintern strapaziert und der bisher selbstverständliche Sitzkomfort im Büro wird vermisst", sagt Hohenbild. Neuanschaffungen erfolgten nicht zuletzt, um die Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung einzuhalten.

Trotz des Ansturms sieht Hohenbild die eigene Lieferfähigkeit nicht gefährdet. "Unsere hohen Lagervorräte sind unser Glück bei reißenden Lieferketten", verweist er auf 20 000 Büromöbel, die in einem Zentrallager vorhanden sind.

Auch der Geschäftsführer der Biebertaler Firma selbst sitzt derzeit zu Hause und arbeitet an einem kompakten Steh-Sitz-Tisch mit dem bezeichnenden Namen Turntable. Der ist eines der eigens für das Homeoffice entwickelten Produkte, weil er sich in der Höhe elektrisch verstellen lässt und, wenn man denn will, sich am Feierabend zusammengeklappt auf Rollen in die Ecke schieben lässt.

Selbst wenn die aktuelle Situation länger dauern sollte, wird es eine Zeit nach Corona geben. Im Hinblick darauf erklärten laut Inwerk viele Unternehmen gleich bei ihrer Bestellung, dass sie die neuen Homeoffice-Möbel nach überstandener Krise auch im Unternehmen einsetzen werden, wo sie genauso gute Dienste leisten sollen.

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