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Jens Heitmann (r.) vom Fachdienst Tiefbau der Gemeinde Buseck muss nur für das Foto Hand anlegen - für die Bauarbeiten war die Firma Baustra aus Wilnsdorf beauftragt worden.

Höhere Kosten - kürzere Bauzeit

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Nach zehn Monaten Bauzeit ist die Wiesenstraße in Großen-Buseck freigegeben worden. Auch wenn die Gesamtkosten höher als geplant sind, ist Bürgermeister Dirk Haas zufrieden.

Schön sieht es in der Großen-Busecker Wiesenstraße jetzt aus. Sauber, frisch geteert und neu gepflastert. "Das sieht nur aus wie Pflasterstein", merkt Jens Heitmann vom Fachdienst Tiefbau der Gemeinde Buseck an. "Hier handelt es sich um Gussasphalt. Für die Verkehrssicherheit ist das besser als Kopfsteinpflaster." Sehnsüchtig haben die Anwohner auf diesen Tag gewartet - gestern war es endlich soweit: Die Wiesenstraße wurde für den Verkehr freigegeben - zumindest offiziell.

"Reibereien gab es keine", sagt Bürgermeister Dirk Haas und spricht bei der Eröffnung von einer harmonischen Zusammenarbeit. Sowohl was die Arbeit mit dem ausführenden Unternehmen Baustra aus Wilnsdorf, als auch die Anwohner der Wiesenstraße betrifft. Vor allem die seien sehr entspannt gewesen. "Sie haben den Bauarbeitern sogar Kaffee gekocht", sagt Heitmann und lacht. Wie zur Bestätigung biegt eine Anwohnerin auf dem Fahrrad in die Straße und ruft: "Ihr seid klasse Jungs!"

Bei der Grunderneuerung der Wiesenstraße zwischen Mollbornsweg und Grüner Weg handelt es sich um einen Teil des festgelegten Bauprogramms, das in Verbindung mit den wiederkehrenden Straßenbeiträgen für den Fünfjahreszeitraum bis 2019 festgelegt wurde. Rund 1,8 Millionen Euro kostete das Projekt, davon fielen 820 000 Euro für den Straßenbau auf 4000 Quadratmetern an. Der Teil, der aus den wiederkehrenden Straßenbeiträgen und zu 35 Prozent von der Gemeinde abgedeckt wurde. Für den Kanalbau fielen 575 000 Euro an, für den Wasserleitungsbau 370 000 Euro. "Wir mussten bei den Kosten etwas nachgeben", gesteht Haas, dafür sei man mit gut zehn Monaten Bauzeit schneller als gedacht gewesen.

Pflanzflächen und taktile Elemente

In Absprache mit den Anliegern wurden auch einige Hausanschlüsse erneuert - auch das verlief unproblematisch. So unproblematisch, dass überraschenderweise Platz für recht banale Themen wie Gestaltung gewesen sei, stellte Norbert Weigelt, Vorsitzender der Gemeindevertretung, erfreut fest. "So etwas gibt es sonst nie." Und so gibt es nun auch zwei kleine Pflanzflächen in der Straße, die privat von Anwohnern gepflegt werden. Viele Anlieger hätten die Bauarbeiten darüber hinaus auch dazu genutzt, ihre Hofeinfahrten zu verbessern, vor allem was die Entwässerung betrifft.

Neu Einzug hält in der Wiesenstraße in Ansätzen auch ein Blindenleitsystem. An Bordsteinabsenkungen etwa wurden zu diesem Zweck taktile Elemente eingelassen. Auch die Beleuchtung soll erneuert werden, sagt Heitmann. In die vorhandenen Leuchten kommen noch LED-Lampen.

In der Wiesenstraße ist es wieder ruhig. Doch in Buseck werden schon die nächsten Straßen aufgerissen. In diesem Jahr muss noch die Straße Kiesacker im Industriegebiet Alten-Buseck dran glauben. Im Anschluss daran die Troher Straße, die Flussgasse und die Schulstraße in Alten-Buseck.

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