E-MOBILITÄT

Höhere Förderung, mehr Zulassungen

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Umwelt- und Klimaschutz -Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen wirbt für mehr Elektromobilität. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge hätten ein erhebliches Potenzial zur CO2-Reduktion, denn ihr Gesamtenergieeinsatz sei deutlich geringer als beim klassischen Verbrennungsmotor. Zudem seien E-Fahrzeuge lokal abgasfrei, geräuscharm, und sie erzeugten keinerlei Stickstoffemissionen. "Daher eignet sich die Nutzung von Elektroautos besonders in der Stadt, da es die Lebensqualität in Ballungsräumen spürbar steigert", heißt es in einer Broschüre des Ministeriums.

Mehr Förderung- Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Konjunkturpaket hat der Staat seit dem 1. Juli seinen Anteil an der Elektroautoförderung verdoppelt. Je nach Modell beträgt die Innovationsprämie ("Umweltbonus") bis zu 9000 Euro. Hinzukommt die Senkung der Mehrwertsteuer auf 16 Prozent. Fördergelder gibt es auch für die Installation von Wandladestationen (Wallbox) und die Investition in ein künstliches Warngeräusch (AVAS) für die ungewohnt leisen E-Autos.

Tendenz steigend- Im Landkreis Gießen hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit Elektromotor im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Zum 31. Mai 2019 waren 378 E-Fahrzeuge zugelassen, ihr Anteil betrug gerade mal 0,18 Prozent. Zum 31. Dezember 2019 waren es schon 514 E-Fahrzeuge (Anteil 0,25 Prozent. Am 16. August 2020 waren es bereits 706 E-Fahrzeuge und ein Anteil von 0,33 Prozent.

Ladeinfrastruktur in Lich- Die Stadt Lich betreibt vier Ladesäulen in der Ringstraße, am Hessentagsbrunnen und zwei auf dem Parkplatz Turmgärten/Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Eine Säule der OVAG steht am Rathaus. Laut Bürgermeister Dr. Julien Neubert kostet die Kilowattstunde je nach Vertragspartner zwischen 29 und 39 Cent. Für die Stadt sei der Preis aktuell nicht kostendeckend. Neubert hofft, dass sich die Ladesäulen durch die zunehmende Nutzung von E-Mobilität perspektivisch selbst tragen. Anfangs konnten sie kostenfrei genutzt werden. Seit die Stadt abrechnet, sei die Zahl der Nutzer leicht zurückgegangen. Im Juli habe die Stadt elf Ladezyklen verzeichnet, das entspreche in etwa dem Durchschnitt. "Wir müssen feststellen, dass die meisten Besitzer eines E-Autos ihre Fahrzeuge zu Hause aufladen", sagt Neubert. us

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