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Das Rückhaltebecken am Schwingbach schützt alle Orte flussabwärts.

Hochwasserschutz überprüfen

  • VonPatrick Dehnhardt
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Hüttenberg (pad). Zwischen Rechtenbach und Hüttenberg wurde 2006 ein Hochwasserrückhaltebecken errichtet. Es schützt unter anderem auch Großen-Linden und Allendorf/Lahn. Der Ablass ist fest eingestellt. Im Zuge der jüngsten Gemeindevertretersitzung informierte Bürgermeister Christof Heller, dass die Kommune diesen nicht verstellen darf - ein Problem, welches auch die Gemeinde Langgöns bei ihren Rückhaltebecken hat.

Darum sind Gespräche mit dem Regierungspräsidium geplant.

Volker Breustedt (SPD) hatte zuvor einen Antrag für mehr Maßnahmen im Hochwasser- und Katastrophenschutz gestellt. Unter anderem sollen die Sirenen so ausgestattet werden, dass sie auch bei einem Stromausfall funktionieren. Der Hochwasserschutz soll überprüft, zudem bei Bedarf Gräben gereinigt werden.

Heller informierte, dass zunächst in Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Langgöns eine Starkregenanalyse ausgeschrieben werden sollte, dies jedoch wegen des Auftragvolumens nicht ging. Im Haushalt 2022 sollen daher Gelder für solch eine Analyse eingestellt werden.

Bei den Gräben müsse man schauen, bei welchen es Sinn macht, sie zu räumen, sagte Heller. Denn bei manchen würde das Wasser sonst nur schneller in den Ort fließen.

Kein Beitritt zum Zweckverband

Hartmut Lang (Freie Wähler) sagte, dass zum Starkregenschutz auch gehöre, die Randstreifen der Feldwege abzuschieben, damit das Wasser von dort in die Gräben läuft und nicht in die Dörfer hinabschießt. Er warb für eine Förderung durch die »Charta der Klimakommunen«, die die Kosten einer Starkregenanalyse großteils bis vollständig übernimmt.

Die Gemeindevertreter stimmten für die von der SPD vorgeschlagenen Maßnahmen - mit einer Ausnahme: Ein Beitritt zum Hochwasserschutzzweckverband Lahn-Dill wurde abgelehnt. Laut Heller würde dieser eher an der Dill seinen Fokus haben, sei daher für Hüttenberg uninteressant.

Marin Rühl (SPD) berichtete von der Waldbegehung des Sozialausschusses. Die Veränderungen seien alarmierend: Hatte Hüttenberg 2010 noch auf 189 Hektar Fichten, sind nur noch zehn Hektar übrig. Für dieses Jahr sei ein Defizit von 52 000 Euro zu erwarten.

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