+

Hochbehälter bald Geschichte

  • vonChristina Jung
    schließen

Seit zwölf Jahren ist der Hochbehälter in Annerod nicht mehr in Betrieb. Bald wird er auch nicht mehr stehen. Der geplante Schulneubau erfordert den Abriss. Der ist bereits vorbereitet und für das Frühjahr anvisiert.

Die Verkleidung ist an mehreren Stellen heruntergefallen. Styroporplatten wurden herausgerissen, Glasbausteine zerstört. Der Hochbehälter am Anneröder Kirschenberg hat schon bessere Zeiten gesehen. Vor zwölf Jahren wurde er stillgelegt, mittlerweile sind seine Tage gezählt. Der Abriss ist für das Frühjahr geplant.

Hintergrund ist der Schulneubau, den der Landkreis auf dem angrenzenden Bolzplatz plant. Denn das neue Gebäude soll über die Straße Am Kirschenberg erschlossen werden. Zwar ist der Schulträger noch nicht im Besitz des Grundstücks - das gehört der Gemeinde. Es liege aber ein notarieller Kaufvertragsentwurf vor, teilte auf GAZ-Anfrage Kreispressesprecher Dirk Wingender mit. Allerdings bestehe noch Abstimmungsbedarf zwischen beiden Parteien. Mit einer Einigung rechnet Wingender im März.

Der Kreistag könnte dann im Mai über den Kauf entscheiden. Ist dieser beschlossene Sache, steht einer Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Weg. Der Abriss des Hochbehälters soll dann sofort beginnen. Die Vorbereitungen dafür wurden laut Kreispressesprecher bereits vorgenommen. Des Weiteren sucht der Landkreis seit letzter Woche per Ausschreibung nach Architekt und Fachplaner. Bisher gibt es nämlich lediglich Vorentwürfe zum Neubau, die in der Kreisverwaltung erarbeitet wurden.

Ob diese so umgesetzt werden, würden der weitere Verlauf und die Abstimmung mit den Beteiligten zeigen, so Wingender. Derzeit geht man beim Schulträger - wenn überhaupt - aber nur von geringfügigen Änderungen aus.

Vorgesehen ist der Neubau auf dem Bolzplatz soweit wie möglich von der alten Schule entfernt, um zwischen den Gebäuden einen möglichst großen Pausenhof zu schaffen. Im Erdgeschoss sollen künftig Mensa, Betreuungsräume und Büros untergebracht sein, im ersten Stock Klassen- und Differenzierungsräume, wie Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl im Oktober mitgeteilt hatte. Die alten Gebäude bleiben stehen. Auch der Pavillon, über dessen Abriss man nachgedacht hatte. Dort sollen aber keine Klassenräume, sondern Lehrmittel und anderes untergebracht werden.

2021 soll der Bau beginnen, ein bis anderthalb Jahre später fertig sein. Von Kosten in Höhe von rund 7 Millionen Euro war bisher die Rede. Auf Nachfrage wollte dies der Schulträger nicht bestätigen. Wingender: "Die eigentliche Planung des Gebäudes beginnt in wenigen Wochen. Erst zur Projektgenehmigung lässt sich etwas Genaueres über das finanzielle Volumen sagen." FOTO: TI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare