Für Hunde tödlich

Hoch ansteckendes Virus bei Wildschwein nachgewiesen

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Gießen (pm). Bei einem im Landkreis Gießen erlegten Wildschwein sind Antikörper gegen die Aujeszky-Krankheit nachgewiesen worden. Das hoch ansteckende Virus kann viele Säugetierarten befallen und für Hunde tödlich sein. Es ist für Menschen und Pferde aber ungefährlich. Das Veterinäramt des Landkreises Gießen bittet vor allem Jäger um Aufmerksamkeit.

Die Antikörper sind Hinweis auf eine Infizierung mit dem Virus. Sie wurden Anfang dieser Woche im Bestätigungstest bei einem über zwei Jahre alten Keiler nachgewiesen, der bereits am 28. August in einem Revier in Grünberg erlegt worden war.

Die Aujeszky’sche Krankheit wird durch ein schweinespezifisches Herpesvirus hervorgerufen. Infizierte Wildschweine zeigen in der Regel keine Krankheitssymptome. Wird das Virus auf andere Tiere - etwa Hunde, Katzen oder Rinder - übertragen, zeigen diese Tiere Symptome ähnlich einer Tollwut: Juckreiz, Wesensveränderung, keine Futteraufnahme, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Infizierte Hunde sterben innerhalb weniger Tage.

Das Virus gelangt über das Nervensystem in Organe, Muskeln und Sekrete. Eine Ansteckung ist vor allem für Hunde möglich, die rohes Fleisch oder rohe Innereien infizierter Wildschweine fressen.

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