Hirntumor-Selbsthilfegruppe gegründet

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15 Interessierte von Butzbach bis Herborn sind jüngst zur Gründungsversammlung der Hirntumor-Selbsthilfegruppe Mittelhessen in Fronhausen zusammengekommen. Fünf weitere Personen hätten ihr Interesse telefonisch bekundet, seien aber zu diesem kurzfristig angesetzten Termin noch verhindert gewesen, berichtete die Leiterin Alia Schilling.

15 Interessierte von Butzbach bis Herborn sind jüngst zur Gründungsversammlung der Hirntumor-Selbsthilfegruppe Mittelhessen in Fronhausen zusammengekommen. Fünf weitere Personen hätten ihr Interesse telefonisch bekundet, seien aber zu diesem kurzfristig angesetzten Termin noch verhindert gewesen, berichtete die Leiterin Alia Schilling.

Reden, sich mit Betroffenen auszutauschen, genau das hätten die Anwesenden gesucht, war einhelliger Tenor: "Wir fragten immer wieder Ärzte im Klinikum, ob eine Selbsthilfegruppe existiert, endlich gibt es eine." "Ich wünsche mir, dass sich jemand meine Geschichte anhört, doch keiner nimmt sich Zeit für mich, schön, dass ich mich hier offen mitteilen kann." So und mit vielen anerkennenden Worten sei sie von den Teilnehmern begrüßt worden, berichtete Schilling.

Monatliche Treffen

Die Vorstellungsrunde habe deutlich gezeigt, wie viel Rede- und Informationsbedarf bestehe – bezogen auf Behandlungserfolge, Diagnosen, Gemeinsamkeiten, medizinische Details wie Tumorbezeichnung und Medikationen. Darüber wolle man sich austauschen. Weiterhin bestehe Interesse an Fachvorträgen von Betroffenen, Ärzten, Apothekern, Anwälten oder Krankenkassen für die Gruppe oder auch für die Öffentlichkeit. Auch sei gefragt worden, ob nach dem Ende einer Gruppensitzung die Möglichkeit bestehe zu gemeinsamem Spiel oder einem Cafébesuch, um sich näher kennenzulernen.

Die Gruppe wolle sich nun monatlich am ersten Freitag treffen. Dazu soll vorher ein Thema festgelegt werden. "Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung" wird das Thema für das zweite Treffen am 1. Februar sein. Anschließend würden Gespräche im Plenum, bei Bedarf auch in kleinen Gruppen geboten. Da Schillings Heilpraktikerpraxis für Psychotherapie für den Teilnehmerzuspruch nicht ausreicht und auch das Angebot der Beratungsstelle "Leben mit Krebs" in Weimar nicht in Anspruch genommen werden könne, sucht die Gruppe nun einen kostenfreien Ort für ihre Treffen. Dieser sollte geeignet sein für etwa 20 Teilnehmer, ohne Treppenstufen erreichbar und mit Parkplätzen. Kontakt: Telefon 0 64 26/9 30 54 54 oder E-Mail info@alia-schilling.de.

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