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Die Initiatoren Christian Kinner und Simon Bender (erste Reihe) mit Vertretern der Empfänger und Gästen bei der symbolischen Scheckübergabe.

INFO

Hilfe für junge Menschen

Gießen (few). Adventskalender sind ja eigentlich dafür da, einem die Zeit bis Heiligabend zu versüßen. Die Unternehmer Christian Kinner und Simon Bender haben im vergangenen Jahr jedoch einen Kalender entwickelt, der nicht nur den Blutzuckerspiegel nach oben schnellen lässt, sondern auch den Kontostand einiger Kinder- und Jugendprojekte. Dieser Tage fand im Musikhaus Schönau die offizielle Spendenübergabe statt.

Eigentlich wollte Christian Kinner nur eine Anzeige für sein Familien- und Kindermagazin »Grashüpfer« verkaufen, als er bei Simon Bender, dem Inhaber des Musikhauses Schönau in Gießen, anrief. Nach einigen Gesprächen merkten sie, dass ihnen nicht nur gute Geschäftsbeziehungen ein Anliegen sind, sondern auch die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen und etwas zurückzugeben. Vor allem die Situation von Kindern und Jugendlichen in Mittelhessen müsse verbessert werden. Mit seiner Grashüpfer Stiftung (www.grashuepfer-stiftung.de) unterstützt Kinner diese bereits seit 2019.

Unterstützen und gewinnen

Das Konzept des »Adventskalenders deluxe« war: Helfen und gleichzeitig selbst etwas gewinnen. Die Auflage von 250 Stück wurde durch den Preis von 50 Euro pro Kalender und durch Spenden finanziert. In jedem Exemplar befand sich neben der Schokolade eine Nummer pro Türchen. Jeden Tag wurde auf der Homepage der Stiftung der Code des Gewinner-Kalenders veröffentlicht. Verlost wurden Einkaufs-, Eintritts- und Essensgutscheine, die auch teilweise von den Sponsoren selbst beigesteuert wurden. Dabei hatte jeder Preis einen Mindestwert von 100 Euro.

Im letzten Jahr konnten mit dieser Aktion gut 10 000 Euro eingespielt werden. Bender und Kinner übergaben die Spenden nun in den Räumen des Musikhauses Schönau. Und wie es sich für ein Musikhaus gehört, wurden die einzelnen Programmpunkte mit einem Piano begleitet. Simon Bender zeigte sich in seiner Rede begeistert von dem Ergebnis. Auch Christian Kinner meinte, dass gegenseitiges Helfen ein ganz wichtiges Element unserer Gesellschaft sei: »Ich glaube, die Hilfsbereitschaft in unserem Land ist viel größer, als wir eigentlich denken«, sagt er. Das habe man gerade auch bei der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands gesehen. Auch Landrätin Anita Schneider bedankte sich bei den beiden Unternehmern: »Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist ganz wichtig für unsere Region. Ich denke, das Geld ist sehr gut angelegt.«

Über Spendengelder in Höhe von insgesamt 10 032 Euro freuen sich die Gesamtschule Pohlheim (2000 Euro), die Ev. Stadtjugend Gießen (2000 Euro), der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen (1000 Euro), das Frauenhaus Wetzlar (2000 Euro), das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Wetzlar (1500 Euro) und der Kinderschutzbund Wetzlar (1500 Euro).

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