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Die Heuchelheimer Schwarzen und die Lahnauer Weißstörche

  • vonred Redaktion
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Über Jahrhunderte galt Atzbach als das Storchendorf, nisteten die stolzen Tiere dereinst doch malerisch mitten im Ort. In den Lahnauen fanden sie reichlich Nahrung. Als die Storchenpopulation in Deutschland aufgrund der Umweltverschmutzung und der sich verschlechternden Lebensbedingungen geringer wurde, da traf das auch Atzbach. 1966 brütete das letzte Paar auf dem alten Amthof. Doch mittlerweile sind die Tiere wieder jedes Jahr in der Lahnaue zu Gast, bauen dort ihre Nester und ziehen ihre Jungen auf. Es ist ein herrliches Schauspiel, insbesondere wenn die Jungtiere ihre Flugversuche unternehmen. Das lockt immer wieder Wanderer und Radfahrer an, die dies mit gebührendem Abstand beobachten.

Um das Beringen der Weißstörche, die in der Lahnaue geboren werden, kümmert sich seit zehn Jahren unter anderem Günther Schmidt vom NABU aus Heuchelheim. Gemeinsam mit Werner Blum vom Verein "Rettet die Lahnaue" hatte er jetzt die Idee, Patenschaften für Jungstörche auszuloben, verbunden mit einer Spende von 50 Euro, um die Kosten für die Beringung abzufedern.

Die CDU Heuchelheim hat umgehend die Patenschaft eines Jungstorches übernommen - auch wenn es kein Schwarzstorch ist. Welchen Namen der "CDU-Storch" tragen soll, das ist noch das Geheimnis des Heuchelheimer CDU-Vorsitzenden Karl-Ludwig Weller. Vielleicht lüftet er es ja anlässlich der bevorstehenden Beringung. Erste Vorschläge kursieren bereits bei den Christdemokraten: Die Ideen reichen von Helmut (Kohl) über Volker (Bouffier) bis zu Kalu (Weller). so, pm/Foto: jol

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