Das Rinn&Cloos-Gelände gehört seit gestern Nachmittag einer Gesellschaft, an der die Gemeinde Heuchelheim und die Firma Faber&Schnepp beteiligt sind. FOTO: SE
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Das Rinn&Cloos-Gelände gehört seit gestern Nachmittag einer Gesellschaft, an der die Gemeinde Heuchelheim und die Firma Faber&Schnepp beteiligt sind. FOTO: SE

Weg für weitere Entwicklung ist frei

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim(se). Das Rinn & Cloos-Areal an der Ludwig-Rinn-Straße ist wieder fest in mittelhessischer Hand. Gestern unterzeichneten Vertreter des Käufers, der Rinn & Cloos-Entwicklungs-GmbH, und des Verkäufers, der Wolfram-Richter-Gruppe aus Mainz, den entsprechenden Kaufvertrag. Demnach fließen 11,6 Millionen Euro an das rheinhessische Unternehmen, dessen Inhaber Wolfram Richter mit seiner Frau Julia und Mitarbeiter Ottmar Knussmann zur Vertragsunterzeichnung gestern nach Heuchelheim gekommen war.

Die R & C-Entwicklungs-GmbH, die von der Gemeinde Heuchelheim (65 Prozent) und dem Gießener Bauunternehmen Faber & Schnepp (35 Prozent) getragen wird, war seitens der Gemeinde von Bürgermeister Lars Burkhard Steinz, dem Ersten Beigeordneten Dr. Manfred Ehlers und Gerhard Becker vertreten, Faber & Schnepp durch die beiden Geschäftsführer Stephan Faber und Matthias Möhl. Die Transaktion liegt in den Händen des Gießener Rechtsanwaltes und Notars Boris Niepoth. Auf die Entwicklungsgesellschaft kommen nun weitere Kosten zu, etwa die sechsprozentige Grunderwerbssteuer (knapp 700 000 Euro). Zwischenzeitlich hatte ein Investor aus Marburg das Gelände erwerben wollen, doch die Richter-Gruppe war von dem Kaufvertrag zurückgetreten.

Alle Beteiligten zeigten sich nach der Vertragsunterzeichnung erfreut über die Übernahme des mehr als 30 000 Quadratmeter großen Geländes.

Dem Bürgermeister fiel regelrecht ein Stein vom Herzen: "Eineinhalb Jahre der Irrungen und Wirrungen sind vorbei", erklärte Steinz, der besonders hervorhob, dass alle Fraktionen in der Heuchelheimer Gemeindevertretung dem Ankauf dieses Geländes zugestimmt hatten. Wie Steinz berichtete, sind 80 Firmen auf dem Gelände ansässig. 500 Arbeitsplätze seien hier entstanden.

Wie Möhl erklärte, suche man zunächst einmal das Gespräch mit den einzelnen Mietern, um auszutarieren, was verbessert werden könne. "Wir haben keinen Druck und keinen Zwang", ergänzte Faber, der sich ausdrücklich für den Zuschlag und das in sein Unternehmen gesetzte Vertrauen bedankte. Zunächst einmal würden die Eckpunkte eines städtebaulichen Vertrages festgelegt. Ziel sei es auch, die baulichen Voraussetzungen für eine Kindergartengruppe und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Zum Schluss wandte sich der Bürgermeister an besorgte Anwohner. So werde der künftige Verkehrslärm sich in etwa im gleichen Rahmen bewegen wie derzeit.

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