Auf Wachstumskurs

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"Heuchelheim wächst", konstatiert Miko Nowotny. In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl um 4,2 Prozent, auf 7700 gestiegen, rechnet der CDU-Fraktionsvorsitzende vor. Und verweist auf die stark überproportionalen Steigerungen bei den Kindern im Vorschulalter (bis fünf Jahre) mit 14 Prozent und Kindern im Krippenalter (bis zwei Jahre)" mit sogar 24 Prozent. "Dies spiegelt die Attraktivität der Gemeinde und die gute Infrastruktur bei den Kindergärten wider", zeigt sich der Christdemokrat zufrieden.

"Heuchelheim wächst", konstatiert Miko Nowotny. In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl um 4,2 Prozent, auf 7700 gestiegen, rechnet der CDU-Fraktionsvorsitzende vor. Und verweist auf die stark überproportionalen Steigerungen bei den Kindern im Vorschulalter (bis fünf Jahre) mit 14 Prozent und Kindern im Krippenalter (bis zwei Jahre)" mit sogar 24 Prozent. "Dies spiegelt die Attraktivität der Gemeinde und die gute Infrastruktur bei den Kindergärten wider", zeigt sich der Christdemokrat zufrieden.

Doch die Gemeinde ist klein, Boden ist ein knappes und teures Gut. Das zeigen die Baulandpreise auf der Bölz, jenem in zwei Etappen erschlossenen Neubaugebiet im Nordwesten des Dorfes Heuchelheim. Ergo ist es nachvollziehbar, dass die CDU als gestaltende politische Kraft vor Ort derzeit das Nachverdichten innerorts eher im Blick hat als ein weiteres Neubaugebiet.

Bauland in Kinzenbach?

Wobei Nowotny beim Schaffen von zusätzlichem Wohnraum innerorts auf jeden Fall eine Regulierung begrüßt, so wie sie jetzt mit dem Überprüfen vorhandener Bebauungspläne erfolgen wird. Dies, um das gewünschte Wachstum verträglich für bestehende Strukturen zu gestalten. Perspektivisch kann und darf es aber auch Siedlungserweiterung geben:

So hat die Gemeinde mit Kinzenbach-Süd II ein potenzielles, sehr schönes Neubaugebiet, das in den kommenden Jahren erschlossen werden könnte.

Rückblickend auf 2018 zeigt sich Mirko Nowotny zufrieden mit dem Erreichten, spricht mit Blick auf den kommenden Drogeriemarkt, den Startschuss fürs Alten- und Pflegeheim und die Renaturierung von Bieberbach und Lahnau von drei wichtigen Projekten, für die die Weichen gestellt wurden.

Gerade für das Bebauen des letzten verfügbaren Gewerbeareals im Norden sei von Bürgermeister Steinz im Vorfeld Überzeugungsarbeit zu leisten gewesen, erinnert der CDU-Fraktionsvorsitzende an Widerstände der Grünen, die den DM-Drogeriemarkt gegenüber der Bäckerei Volkmann verhindern wollten. Über die Notwendigkeit der Tankstelle und des Getränkemarktes auf dem Gelände könne man geteilter Meinung sein, so Nowotny. Aber ohne die Ergänzung durch Getränkemarkt und Tankstelle hätte es den Drogeriemarkt definitiv nicht gegeben: "Auch wenn wir uns als CDU immer für den Drogeriemarkt und das Projekt ausgesprochen haben, ist es letztendlich natürlich die Entscheidung des Investors, ob sich dieses Gewerbe an diesem Standort lohnt".

Weiteres zentrales Projekt mit Blick auf die Senioren in der Gemeinde, deren Zahl ebenfalls überproportional, um 5,3 Prozent, zugenommen hat: Das Projekt "Senioren-Zentrum" am Linn. Dort solle den Bürgern aus Heuchelheim und Kinzenbach die Möglichkeit gegeben werden, im Alter und gegebenenfalls mit Pflege in Heuchelheim zu bleiben. Die Auslastung des AWO-Pflegeheims bestätigt für Nowotny die Notwendigkeit. Die CDU mit ihren Koalitionspartnern FW und FDP habe sich von Beginn an klar für dieses Projekt ausgesprochen.

Im Juni 2017 wurde der Bebauungsplan auf den Weg gebracht und im September der Beschluss zum Verkauf des gemeindlichen Grundstücks an die ABID Senioren GmbH gefasst werden. Bis auf die SPD-Fraktion, die sich komplett gegen dieses Projekt ausgesprochen hat und geschlossen gegen dieses stimmte, sprach sich eine überwältigende Mehrheit für das Projekt aus. Somit werden bis 2020 Wohnungen und Pflegezimmer für ältere und/oder Pflegebedürftige gebaut und Arbeitsplätze geschaffen. Mirko Nowotny: "Ein Mehrwert für die Gemeinde und sehr gute Aussichten für die älteren Heuchelheimer Generationen".

"Ungewöhnlich" nennt er das Vorgehen der SPD, die den Grundstücksverkauf von der Kommunalaufsicht überprüfen ließ mit Verweis auf den Verkaufspreis (die Allgemeine berichtete). Die Aufsicht hat festgestellt, dass das Areal eben nicht unter Wert verkauft wurde.

Im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis Gießen, wo Grundstücke an Pflegeheime für 70 und 90 Euro/Quadratmeter veräußert wurden, hat die Gemeinde Heuchelheim mit 180 Euro/Quadratmeter sogar einen wesentlich höheren Preis erzielen können.

"Aber ist Geld wirklich die einzige wichtige Messgröße?" fragt Mirko Nowotny. Nach Ansicht der CDU-Fraktion könne dies nicht das einzige Kriterium für die Vergabe eines Grundstückes sein. Wichtiger sei es, den Bürgern die Option in Heuchelheim zu geben, dort alt zu werden. (Foto: pm)

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