Turnerinnen der TSF bilden eine Pyramide. FOTO: SE
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Turnerinnen der TSF bilden eine Pyramide. FOTO: SE

Vielfalt demonstriert

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim(se). Ehrungen, Musik, Unterhaltung und nette Gespräche prägten das Wintervergnügen der TSF Heuchelheim, zu dem der Mehrspartenverein am Samstag in den großen Saal der Turnhallengaststätte "Rustico" geladen hatte. Wie beliebt diese Veranstaltung ist, zeigte der gute Besuch.

Mehrer Gruppen der TSF nutzten den Rahmen, sich zu präsentieren und so einen Einblick in ihre Trainingsarbeit zu geben. Waren beim letztjährigen Wintervergnügen noch die geringen Hallenkapazitäten ein Thema, so konnte diesmal die vereinsinterne Feier in vollen Zügen genossen werden.

Besonderer Applaus für Elli Rinn

Der TSF-Vorsitzende Wolfgang Schleer berichtete dabei über die zahlreichen Erfolge verschiedener Abteilungen. Darüber hinaus wurde das langjährige ehrenamtliche Engagement einiger Übungsleiter gewürdigt. An besonderer Stelle nannte der Vorsitzende Elli Rinn für ihre über 70-jährige Tätigkeit: "Sie hat nach dem Krieg den Sport in Deutschland mit aufgebaut und damit auch unser Land." Elli Rinn wurde von den Anwesenden mit einem besonderen Applaus bedacht.

Die Aufgabe, besondere sportliche Leistungen vorzustellen, nehmen traditionell die Abteilungsleiter wahr. Und so ging wieder Hans Muhl aus der Leichtathletik-Abteilung ans Rednerpult, um mit Ruth Brückel und ihre Tochter Kim zwei Athletinnen zu würdigen, die u. a. im Speerwurf hessenweit unerreicht sind und hier die Bestenliste anführen. Dabei erreichte Ruth Brückel "die höchste Stufe auf der Titelleiter in ihrer Altersklasse als Deutsche Meisterin im Speerwurf", wie es Hans Muhl formulierte.

Regelrecht begeistert zeigte sich Christine Lenke, Tischtennis-Spartenleiterin, vom Abschneiden "ihrer" Sportler. So ist Heuchelheim eine der ersten Adressen im deutschen Behinderten-Tischtennis, was auch dadurch dokumentiert wird, dass die Gemeinde am Bieberbach mit dem Prädikat "Paralympischer Trainingsstützpunkt" versehen. ist Nach Düsseldorf als zweite in Deutschland. Christine Lenke berichtete von "unfassbaren Erfolgen", die Heuchelheimer errungen haben. Allen voran nannte sie Jochen Wollmert, mehrfacher Weltmeister, Paralympicssieger und Europameister. Wollmert stellte sich kurz dem Publikum vor und nannte dabei eines seiner nächste sportlichen Ziele: die Teilnahme an den nächsten Paralympischen Spielen in Tokio. Ebenfalls herausragend die Leistung von Elias Monden, der bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Behindertensport im Doppel den Meistertitel holte. Die Ehrungen nahmen Wolfgang Schleer, Christina Lindenstruth (Bereichsleiter Sport) und Volker Hofmann als Vertreter des Ältestenrates vor. Lindenstruth gehörte wegen besonderer Verdienste selbst zu den Ausgezeichneten.

Mit ihren Auftritten erfreuten die Modern Jazz Dance Kids (Leitung: Annalisa Niero), die Turnerinnen der TSF (Leitung: Kelly Pexa, Julia Cremer, Annalisa Niero), die Jazztanzgruppe Blossom (Leitung: Christina Schichwoski), Mitglieder der Ju-Jutsu-Gruppe (Leitung: Fabienne und Christian Lenz), die Jazztanzgruppe Patchwork sowie die Jazztanzgruppe Temptation die Besucher: Die muskalische Begleitung lag in den Händen von "Tobi und dem Waldhaustrio", die den musikalischen Teil traditionell mit "It never rains in Southern California" eröffneten.

Moderiert wurde das Wintervergnügen von Nicole Wagner, die locker-fröhlich durch den Abend führte.

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