Holger Schmidt
+
Holger Schmidt

"Unseren Verein zeichnet Vielfalt aus"

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
    schließen

Heuchelheim(se). Bei der Jahreshauptversammlung der TSF Heuchelheim wurde Holger Schmidt zum neuen Vorsitzenden der TSF Heuchelheim gewählt und trat damit die Nachfolge von Wolfgang Schleer an, der über 25 Jahre als Vorsitzender der TSF tätig war.

Schmidt, ein 49-jähriger Bankbetriebswirt, ist seit 14 Jahren verheiratet. Seit 2013 sitzt er als Bereichsleiter Finanzen im Vereinsvorstand. Er gehörte von 2007 bis 2019 der FDP-Fraktion im Gemeindeparlament an. Von 1991 bis 2005 arbeitete er im Vorstand der Gesellschaft "Einigkeit zum Treppchen". Seit dem sechsten Lebensjahr spielt er in den TSF Handball, war insgesamt 13 Jahre als Jugendtrainer, später fünf Jahre als Schiedsrichter tätig. Heute ist er noch als Zeitnehmer bzw. Sekretär bei Heimspielen der TSF tätig.

Sie treten die Nachfolge eines Mannes an, der sehr viel Erfahrung in der Führung eines Großvereins hat und auch sehr erfolgreich war. Ist das eine Bürde?

Holger Schmidt: Ich sehe das weniger als eine Bürde, sondern mehr als eine Motivation. Wolfgang Schleer hat den Verein 26 Jahre lang geleitet. Außerdem bin ich ja auch bereits seit sieben Jahren im Vorstand tätig und habe mit Wolfgang schon gemeinsam einiges bewegt. Der Verein kann sich glücklich schätzen, dass Wolfgang so lange mit so viel Engagement und Herzblut an der Spitze gestanden hat. Als ehemaliger Handballer habe ich gelernt, dass man nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Ich hoffe, dass ich zusammen mit meinem tollen Vorstandsteam und den vielen motivierten Mitstreitern in den Abteilungen und Ausschüssen diese erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann.

Gibt es Projekte, die Sie bereits jetzt ins Auge fassen, oder wollen Sie erst einmal abwarten, wie die TSF aus der Pandemie herauskommen?

Schmidt: Zunächst müssen wir natürlich sehen, wie wir unseren Sportbetrieb unter den aktuell geforderten Bestimmungen am Laufen halten bzw. dort kurzfristig wieder aufnehmen können, wo wir bislang noch pausieren. Allerdings müssen wir auch schon jetzt für die Zukunft planen. Als große Projekte, die in naher Zukunft anstehen, fallen mir die altersbedingt erforderliche Erneuerung des Hallenbodens in der vereinseigenen Turnhalle und des Kunstrasenplatzes auf unserem Sportgelände ein. Hier sind Investitionen im sechsstelligen Bereich erforderlich.

Gibt es Bereiche im Verein, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Schmidt: Ich komme zwar aus dem Handball, aber das, was unseren Verein auszeichnet, ist die Vielfalt. Wir bieten ein komplettes Programm für Kleinkinder bis Senioren an. Auch die Kombination von leistungsorientiertem Wettkampfsport und gesundheitsfördernden Bewegungsangeboten wollen wir erhalten. Wichtig ist mir, dass neben dem Sport auch soziale Kontakte gepflegt werden.

Als Bankbetriebswirt sind Ihnen finanzielle Abläufe bestens bekannt. Ein Vorteil für Ihre Tätigkeit als Vorsitzender?

Schmidt: Es gibt den berühmten Satz: "Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts." Deshalb sind stabile Finanzen neben dem ehrenamtlichen Engagement die zwei wichtigsten Grundlagen für die Vereinsarbeit. Ich habe seit 2013 die Finanzen des Vereins geführt. Hierbei waren mir meine beruflichen Kenntnisse natürlich sehr nützlich. Als Vorsitzender denke ich, dass es hilfreich sein kann, finanziellen Folgen von Entscheidungen besser einschätzen und berücksichtigen zu können.

Sie waren auch in der Lokalpolitik tätig und gehörten der Heuchelheimer Gemeindevertretung an. Können Sie etwas aus Ihrer politischen Arbeit in Ihre Vereinstätigkeit übertragen?

Schmidt: Mitgenommen habe ich die Erfahrung, wie politische Entscheidungswege laufen, und dass manche Dinge eben Zeit für Diskussionen brauchen, bis Entscheidungen getroffen werden. FOTO: SE

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare