Ein kurzer Sprint eine kleine Anhöhe hinauf gehört auch zum "Stationen-Pfad".	FOTO SE
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Ein kurzer Sprint eine kleine Anhöhe hinauf gehört auch zum »Stationen-Pfad«. FOTO SE

Von Treppenhüpfen bis Slalomlauf

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim (se). Eine tolle Idee glänzend umgesetzt: Eine Mutter aus einer Eltern-Kind-Gruppe der Turn- und Sportfreunde (TSF) Heuchelheim unterbreitete den Vorschlag, den Kindern etwas zu bieten, das sie auch in den Ferien zu sportlichen Aktivitäten animieren sollte. Hinzu kommt, dass die Jüngeren coronabedingt noch nicht am Übungsbetrieb in der Sporthalle teilnehmen dürfen. Gesagt, getan. Die Übungsleiterinnen Lena und Marie Hubner sowie Anina Mühlhaus und Frederike Beyer setzten den Vorschlag um und kreierten einen Parcours, der stark an einen Trimm-Dich-Pfad aus dem 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnert.

Schilder mutwillig beschädigt

Das Besondere am Heuchelheimer »Stationen-Pfad«: Er ist auf Kindergartenkinder und Kids im Grundschulalter zugeschnitten. Angelika Exner, Abteilungsleiterin Turnen und Breitensport, stellte im Beisein des »Erbauerinnen« den Pfad vor. Die Nutzung, darauf weisen die Verantwortlichen besonders hin, erfolgt auf eigene Verantwortung.

Es gibt zwölf Stationen, an allen werden die Übungen in verständlichen Worten erklärt. Start ist am Sportlereingang der Sporthalle. Die Strecke ist rund 1000 Meter lang, für die Bewältigung werden 30 Minuten veranschlagt.

Bei der Premiere waren acht Kinder dabei, deren Urteil einhellig ausfiel: Es hat ihnen viel Spaß gemacht. Eröffnet wird der Pfad mit Treppenhüpfen. »Steinkreis-Klettern« heißt die nächste Aufgabe, es folgt das Gehen auf einer Schlangenspur. Bei der Station 4 sollen die Kinder so viele Hampelmänner wie möglich machen. »Ellenbogen zum Knie« - das ist die nächste Aufgabe. Läufe auf einer Bank sowie auf den Fersen sind zu bewältigen.

Besonders gefordert sind die jungen Teilnehmer bei der achten Station. Hier haben sie einen kurzen Sprint vorzunehmen: »Renne so schnell wie du kannst den Berg hoch«, heißt es in der Anweisung. Danach geht es etwas beschaulicher zu: Ein Achterlauf um zwei Blumenkübel, Hüpfen in auf Asphalt gemalte Kästchen, Balancieren auf niedrigen Betonmauern. Den Abschluss des Pfades bildet ein Slalomlauf um Bäume.

Allerdings gab es auch schon einen ersten Rückschlag. So wurden Schilder offensichtlich mutwillig beschädigt, berichteten die Erbauerinnen, sodass neue angefertigt werden mussten. Sie hoffen, dass das ein Einzelfall bleiben wird und dass Kinder in Heuchelheim den »Stationen-Pfad« lange nutzen können.

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