Standort für die neue Feuerwehr gefunden?

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Heuchelheim(so). Der Heuchelheimer Etat für das noch junge Jahr wird am Dienstag voraussichtlich breite Zustimmung erfahren, wenn die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Claudia Coburger-Becker darüber berät. Einzig die Grünen signalisierten in der vorbereitenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Ablehnung.

Einer der dicken Brocken im Haushalt ist die Position für den Ankauf eines Grundstücks, auf dem ein neuer Feuerwehrstützpunkt entstehen könnte. Rund 850 000 Euro werden bereitgestellt, um das bislang gewerblich genutzte Areal in zentraler Lage mit einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern zu erwerben.

Grüne plädieren für Sperrvermerk

Der zugrunde liegende Quadratmeterpreis von 170 Euro für Gewerbeland hat die Grünen etwas zusammenzucken lassen. Zumal womöglich noch Abrisskosten für bestehende Gebäude on top kämen, so die Befürchtung des Grünen Stephan Henrich. Deshalb beantragte er einen Sperrvermerk auf diese Position, um solche offenen Fragen zu klären und gegebenenfalls nachzuverhandeln. Dem wollten sich die anderen Fraktionen aber nicht anschließen.

Die Suche nach einem Grundstück für die Feuerwehr dauert schon eine geraume Weile an. Seit ein Gutachten bescheinigt hat, dass die Gebäude am "Kreuz" mittelfristig nicht mehr ausreichend seien, ist die Suche forciert worden. Im Blick war der Festplatz am Linn, der ist jedoch zum größeren Teil verkauft worden und soll zeitnah mit einem Alten- und Pflegeheim bebaut werden.

Gesprochen wurde zudem über eine Fläche unterhalb des Friedhofes an der verlängerten Marktstraße, das Rinn&Cloos-Areal sowie ein Gewerbegrundstück in Heuchelheim-Nord, das zum Verkauf stand. Bei Letzterem erwies sich die Lage als problematisch: Gerade zu Berufsverkehrszeiten hätte es für die Feuerwehrleute schwierig werden können, die in Hessen geltende Zehn-Minuten-Hilfsfrist einzuhalten. Ergo wurde der ins Auge gefasste Ankauf wieder abgeblasen. Das Rinn&Cloos-Areal ist noch nicht im Eigentum der Gemeinde, und bei der Fläche am Friedhof wären größere, aufwendige Erdarbeiten notwendig.

Ein gemeinsamer Wehr-Stützpunkt etwa mit Wettenberg, der einmal im Raum stand, ist wegen der vorgeschriebenen Hilfsfristen ebenfalls vom Tisch.

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