Seniorin büßt 149 Euro ein

  • Guido Tamme
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Heuchelheim (ta). Eine 75 Jahre alte Seniorin ist in der vergangenen Woche Opfer von Betrügern geworden. Die Frau überwies 149 Euro per Bareinzahlung - auf das Konto einer angeblichen Lotto-Gesellschaft in Bremen, die so nicht existiert. Mit einer Gegenleistung wird die Heuchelheimerin nicht rechnen können. Das Geld ist vermutlich futsch.

In ihrem Briefkasten hatte die Seniorin einen angeblichen DHL-Abholschein für ein Paket gefunden. Der Umschlag enthielt zudem ein Schreiben mit der Aufforderung, 149 Euro zu überweisen, um einen Brief von »Kasse Lotto Bremen« zu erhalten.

Die Empfängerin und ihr Ehemann spielen zwar kein Lotto, doch die Frau ging trotzdem umgehend zur nahe gelegene Poststelle, um den Betrag auf das angegebene Konto einzuzahlen. Der Beschäftigte dort sah keinen Anlass zum Misstrauen, Empfänger eines Nachnahmepakets begleichen häufig die Rechnung per Bareinzahlung.

Anzeige erstattet

Die Tochter der Seniorin erkannte am Abend sofort den Betrug. Umgehend erstattete sie Strafanzeige. Im Zuge ihrer Recherchen erfuhr die Tochter bei der seriösen Bremer Lotto-Gesellschaft, dass dieser die betrügerische Scheinfirma bereits bekannt ist, sie aber bisher keinen Anlass zum Reagieren sah.

Als Sitz der »Kasse Lotto Bremen« ist die Hollerallee 26 angegeben. Deshalb hat die Anzeigeerstatterin die Hoffnung, dass die Post den Empfänger ermitteln und der Polizei nennen kann. Allerdings handelt es sich um ein Bürogebäude, in dem offenbar etliche Kleinfirmen ansässig sind. Erfahrungsgemäß verschwinden die Betrüger, sobald gegen sie ermittelt wird.

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