Henry Koch, Rainer-Schäfer-Prößer und Steffen Gath. FOTO: SEL
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Henry Koch, Rainer-Schäfer-Prößer und Steffen Gath. FOTO: SEL

Selbstständig und regional verwurzelt

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Heuchelheim(so). Derzeit wird die Volksbank Heuchelheim von einem dreiköpfigen Vorstand geführt: Seit Jahresbeginn ist Steffen Gath neben Henry Koch und Rainer Schäfer-Prößer drittes Vorstandsmitglied des traditionsreichen Bankhauses. Der Hintergrund: Schäfer-Prößer wird in zweieinhalb Jahren, im Alter von 63, die Bank verlassen und in den Ruhestand gehen. So soll ein reibungsloser und unbedingt glatter Übergang garantiert sein.

Just dies zeichnet die Bank aus: Denn dieses Modell mit drei Vorständen auf Zeit wurde vor gut zwei Jahrzehnten schon einmal erfolgreich praktiziert, als Schäfer-Prößer seinerzeit als dritter Vorstand zu Udo Wrackmeyer und Erwin Failing hinzukam. "Wir haben diese Entwicklung mit dem Aufsichtsrat sehr frühzeitig und sehr offen kommuniziert", erläutern Koch und Schäfer-Prößer.

Die Volksbank, die in Heuchelheim, Biebertal, Hohenahr und Lahnau am Markt auch mit einem Filialnetz präsent ist, steht solide da: Das belegt eine Bilanzsumme von knapp unter 500 Millionen Euro. Und dies, obwohl der Markt nicht einfach ist, angesichts des niedrigen Zinsniveaus. Beim Kreditgeschäft hat die Volksbank Heuchelheim fast zehn Prozent Wachstum verzeichnet. Zudem setzt das Heuchelheimer Bankhaus auf den Immobilienbereich, stellt sich da breiter auf.

"Als regionale Universalbank stehen wir für Stabilität", sagt der neue Vorstand Steffen Gath, Der 40-jährige Wetzlarer begann seine Ausbildung zum Bankkaufmann 1999 bei der Volksbank Heuchelheim. Er ist somit ein echtes Eigengewächs des Hauses. Gath weiter: "Wir bleiben auf unserem soliden Weg und machen nicht alles mit, was sich da auf dem Markt tut." Man werde dem Kerngeschäft treu bleiben. Eine Bank vergebe nun einmal Kredite und verdiene Geld damit. Insofern sei man mittlerweile auf dem Feld der Konsumentenkredite deutschlandweit tätig. "Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg ist kein Ergebnis reiner bilanzieller Größe", hatte der neue Vorstand dieser Tage erst dargelegt, Vielmehr komme es darauf an, sich gegenüber Kunden und Mitgliedern als verlässlicher Partner zu positionieren. "Die Volksbank Heuchelheim weiterhin als selbstständiges und regional verwurzeltes Institut erfolgreich in die Zukunft zu führen, ist mir ein besonderes Anliegen", so Gath weiter.

Neue Entwicklungen müssten auch zu dem Haus passen. Das gilt etwa für die Digitalisierung: Im digitalen Zahlungsverkehr bietet das Haus alles, was möglich ist. Von der Online-Terminvereinbarung über das Herunterladen von Formularen bis hin zu fallabschließenden Prozessen. Aber das ist eben nun ein Kanal im Dialog mit dem Kunden. Der hat nach wie vor die Möglichkeit der direkten Kommunikation, etwa in einer der elf Geschäftsstellen im Geschäftsgebiet rund um den Dünsberg. Diese sind in den vergangenen Jahren allesamt modernisiert worden. Wobei da bedarfs- und nachfrageorientiert agiert wird: Kundenfrequenz und Nutzerzahlen sind stets im Blick, um gegebenenfalls auch Öffnungszeiten dahingehend zu optimieren.

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